Säure-Basen-Haushalt

Wohlfühlen durch einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt.

Säure-Basen-Haushalt ausgleichen: Warum ist das wichtig?


 

Müdigkeit, Energielosigkeit und sogar viele Krankheiten und Altersbeschwerden, sind in den meisten Fällen nicht die Folge von Alter oder bestimmten Erbanlagen, sondern von einer Übersäuerung des Organismus. Ist Ihr Säure-Basen-Haushalt ausgeglichen, trägt dies zum allgemeinen Wohlbefinden bei und kann verschiedenen Beschwerden vorbeugen.

 

Säure-Basen-Haushalt erklärt

Säure-Basen-Haushalt ist die allgemeine Bezeichnung für diverse physiologische Regelmechanismen nach dem Prinzip der Homöostase. Sie halten den Ablauf der notwendigen Stoffwechselvorgänge bei einem pH-Wert von 7.4 (±0.05) im Blut aufrecht. Zur Regulierung des Säure-Basen-Gleichgewichts im Organismus tragen die Puffereigenschaften des Blutes und der Gewebe sowie der Gasaustausch der Lunge und die Ausscheidungsfunktion der Niere bei. Störungen im Säure-Basen-Haushalt des Körpers können zu Azidose (Übersäuerung: pH < 7.35) oder Alkalose (Untersäuerung: pH > 7.45) führen und sich lebensbedrohlich auswirken.

 

Die Aufgabe der Puffersysteme im Blut ist die Konstanthaltung des pH-Werts. Die Pufferkapazität eines Systems beschreibt die Menge an Säure oder Base, die hinzugegeben werden kann ohne den pH-Wert in größerem Maße zu verändern. Je größer die Pufferkapazität, desto stabiler ist das System gegenüber Änderungen des pH-Werts. Ein gesunder Mensch hat etwa 20mal so viele freie Basenmoleküle im Körper wie freie Säuremoleküle und damit einen großen, natürlichen Puffer, der ihn vor einer Übersäuerung (Azidose) schützt.

 

Doch was ist nun mit Übersäuerung wirklich gemeint? Es geht um zu viel freie Säuremoleküle, die lokal und/oder systemisch anfallen können. In unserem Organismus gibt es Bereiche, die - für eine normale Funktion - sauer (pH < 7) sind, wie Magen, Morgenurin, Vagina, Dickdarm, Haut und es gibt Bereiche, die basisch (pH > 7) sein müssen, wie Blut, Speichel, Dünndarm, Sperma, Bindegewebsflüssigkeit. Um diesen Säure-Basen-Haushalt auszugleichen, gibt es verschiedene, körpereigene Regelmechanismen. Zu diesen gehören die Atmung, die Verdauung, der Kreislauf, Membranpotentiale der Zellen und die Hormonproduktion. Alle dienen dazu lokal die notwendigen pH-Wert im Körper aufrecht zu halten.

Ursachen für eine Übersäuerung

Mit einer gesunden Ernährung ist eine Übersäuerung des Organismus nicht möglich. Wir jedoch essen und tun heutzutage Dinge, die unserem Organismus schaden und ihn dadurch übersäuern. Die Übersäuerung des Körpers wird größtenteils in Folge von säurebildenden Nahrungsmitteln und einer ungesunden Lebensweise verursacht. Die Hauptgründe einer Übersäuerung sind: Tierische Eiweiße, Milchprodukte, Sojaprodukte, Teig- und Backwaren, Süßspeisen, kohlensäurehaltiges Mineralwasser, Softdrinks, Kaffee, Alkohol, Nikotin, synthetische Lebensmittelzusatzstoffe, Süßstoffe, übertriebener Sport, aber auch durch Stress, Angst, Sorgen, Ärger und negative Gedanken.

Bei der Verdauung und Verstoffwechselung der heute üblichen Nahrung entstehen große Mengen von Säure und Stoffwechselendprodukten, deren Entsorgung die Regelmechanismen des Körpers (Homöostase) überfordern. Gleichzeitig tun wir wenig, um unseren Körper bei der Ausscheidung der anfallenden Stoffwechselendprodukte zu unterstützen. Wir bewegen uns zu wenig, sind kurzatmig und achten kaum auf eine ausreichende Versorgung mit basischen Mineralstoffen.

 

Übersäuerung - die Ursache der meisten Gesundheitsprobleme

Unsere ungesunde Lebensweise ist meistens der Hauptgrund einer Übersäuerung, die jedoch nicht sofort spürbar ist. Oft versucht der menschliche Organismus über viele Jahre eine Übersäuerung zu kompensieren. Unser Körper kann den Säure-Basen-Haushalt oft erfolgreich ausgleichen, aber der gesamte Organismus wird dadurch belastet und es tauchen die ersten Symptome auf, wie Energielosigkeit, Müdigkeit oder Antriebschwäche. Im Laufe der Zeit können weitere Beschwerden und Symptome hinzukommen. Da viele Medikamente die Übersäuerung noch verstärken können, droht ein Teufelskreis.


Mögliche Anzeichen einer unzureichenden Ausleitung von Stoffwechselendprodukten können sein: Muskelschmerzen und -krämpfe, allgemeines Unwohlsein, anhaltende Müdigkeit, Infektanfälligkeit, Kopfschmerzen oder Sodbrennen. Auch brüchige Nägel, vermehrte Schuppenbildung, Haarausfall, Mundgeruch, unreine Haut und Cellulitis können durch Übersäuerung hervorgerufen werden. Die Haut kann faltig werden, Gelenke schmerzen und die Knochendichte nimmt ab. Darüber hinaus kann eine Gewebeübersäuerung jede bestehende Krankheit verschlechtern. Zu wenig körperliche Aktivität führt infolge unzureichender Durchblutung der Muskulatur zu Sauerstoffmangel wodurch zusätzlich Milchsäure gebildet wird. Die beim täglichen Stoffwechsel anfallenden Säuren und deren Stoffwechselendprodukte, die unser Körper nicht mehr schafft auszuscheiden, werden dann im Bindegewebe und/oder Fettzellen zwischengelagert. Fettpolster, Falten oder Cellulite können die Folge sein. Sie werden auch in den Gelenken eingelagert, wo sie zu Arthritis und Arthrose führen können. Auch in den Nieren, der Galle oder in der Blase sammeln sich Stoffwechselendprodukte an und können dort zu Nieren-, Gallen- oder Blasensteinen heranwachsen. Auch in den Blutgefäßen finden Ablagerungen statt, die zu Verengungen und in der Folge zu Bluthochdruck und schließlich zu Herzinfarkt und Schlaganfall führen können. 

 

Richtige Ernährung gleicht den Säure-Basen-Haushalt aus

Um gesund zu bleiben, benötigt unser Körper verschiedene basenbildende Mineralen und Spurenelemente, die in unserem Körper lebenswichtige Aufgaben erfüllen. Die säurebildenden Mineralien sind Schwefel, Phosphor, Chlor und Iod. Daraus entstehen bei der Verstoffwechselung Säuren wie z. B. Schwefelsäure, Salzsäure und Phosphorsäure. Die basenbildenden Mineralien sind Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium und Eisen. Um gesund zu bleiben, benötigt unser Körper alle diese Mineralstoffe. Jeder einzelne erfüllt in unserem Körper lebenswichtige Aufgaben. Unser Körper enthält mehr als doppelt so viel Calcium wie Phosphor. Also sollte auch unsere Nahrung diese beiden Mineralstoffe im genauen Verhältnis enthalten. Leider ist das Gegenteil der Fall: die heute übliche Ernährungsweise basierend auf Getreide-, Milch- und Fleischprodukten liefert deutlich mehr Phosphor als Calcium – wobei dieses Ungleichgewicht nicht nur bei diesen beiden Mineralstoffen vorhanden ist, sondern bei vielen anderen ebenso.

 

  • Natrium ist an vielen Prozessen im Körper beteiligt. Es trägt zum Gleichgewicht des Säure-Basen-Haushalts bei, reguliert Wasserhaushalt und Blutdruck und ist an der Zusammensetzung der Blutflüssigkeit beteiligt.

     

  • Kalium – etwa 130 Gramm sind im menschlichen Körper enthalten. Es ist der wichtigste Mineralstoff im Innern der Zellen, weil Kalium die Informationen von Zellen zu Zellen weiterleitet. Nur so können unsere Organe, das Herz, das Nervensystem, die Muskeln, die Darmmuskulatur sowie unsere Haut gesteuert werden und ihre Funktion erfüllen1. Kalium ist in unserem Körper der Gegenspieler zu Natrium. Ein ausgewogenes Natrium-Kalium-Verhältnis ist wichtig für einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt.

     

  • Magnesium ist ein basischer Mineralstoff, der an mehr als 300 Enzymreaktionen im Körper beteiligt ist und trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems, der Muskeln und Herzaktivität bei. Magnesium und Calcium neutralisieren unseren Organismus von Säuren, die bei der Verstoffwechselung von Nahrungsmitteln entstehenden.

     

  • Calcium gehört zu den wichtigsten basischen Mineralstoffen in unserem Körper. Eine andauernde Säurelast kann die Freisetzung von Mineralstoffen wie Calcium aus dem Knochen begünstigen. Bereits eine geringfügige Übersäuerung kann so zu einem deutlich erhöhten Knochenabbau führen. Calcium wird für die Erhaltung der Knochen benötigt.

 


Literatur

1) "Kalium im Blut - Laborwerte-Lexikon A-Z". jameda.de. Abgerufen am 24.06.2016 von http://www.jameda.de/laborwerte/kalium-im-blut/

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