Zink

Zink gehört zu den lebensnotwendigen (essentiellen) Spurenelementen, das heißt der Körper kann Zink nicht selbst herstellen. Rund 2 g Zink befinden sich im Körper. Etwa 70 % davon stecken in Knochen, in der Haut und in den Haaren. Da der Körper Zink nicht in größeren Mengen speichern kann, ist eine kontinuierliche Zufuhr über die Ernährung wichtig (1).

Zink ist ein wichtiger Mineralstoff, der für die Funktion von mehr als 300 Enzymen im Stoffwechsel notwendig ist und deshalb nahezu an allen Lebensvorgängen beteiligt ist. Besonders bei Immunkuren zur Steigerung der Abwehrkräfte des Körpers ist Zink wichtig. Zink trägt zur normalen Funktion des Immunsystems bei. Eine optimale Zinkversorgung steigert die Abwehr und beugt so Infekten vor. In Studien konnte gezeigt werden, dass eine erhöhte Zinkeinnahme die Dauer und den Schweregrad einer Erkältung verringern kann (2).

Auch im Stoffwechsel von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweiß spielt der Mineralstoff Zink eine wichtige Rolle. Zink trägt zu einer normalen Eiweißsynthese sowie zu einem normalen Kohlenhydrat- und Fettsäurestoffwechsel bei und unterstützt so den Körper bei der  Fettverbrennung.

Zink ist außerdem wichtig für

  • die Zellteilung,
  • das Wachstum und
  • die Erneuerung der Zellen.
    Deshalb spielt Zink auch eine wichtige Rolle bei der Wundheilung.

Zink kann sogenannte freie Radikale abwehren und ist deshalb von zentraler Bedeutung für den Zellschutz. Bei fast allen Stoffwechselprozessen entstehen in unserem Körper aggressive und hochreaktive freie Radikale - dies ist unvermeidbar. Übersteigt die Bildung freier Radikale eine gesunde Konzentration, spricht man von „oxidativem Stress". Je mehr der Körper oxidativem Stress ausgesetzt ist, desto schneller beginnt der Alterungsprozess. Zink trägt zum Zellschutz oxidativer Schäden bei.

 

Nahrungsergänzung: Dein täglicher Bedarf an Zink

(Zinkhaltige Paranuss)

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für Frauen eine tägliche Einnahme von 7 mg Zink. Männer sollen sogar 10 mg Zink pro Tag zu sich nehmen. Während der Schwangerschaft und Stillzeit ist der Zinkbedarf deutlich erhöht.

 

Zinkmangel - Risikogruppen

Folgende Personengruppen sollten insbesondere auf eine ausreichende Zink-Zufuhr achten:

  • Senioren
  • Kinder und Jugendliche
  • Schwangere und stillende Frauen
  • Vegetarier
  • Leistungssportler
  • Patienten mit gastrointestinalen Erkrankungen wie z.B. chronisch entzündliche Darmerkrankungen, Kurzdarmsyndrom oder Malabsorptionssyndrom

Symptome bei Zinkmangel

Gerade das Immunsystem reagiert besonders sensibel auf einen beginnenden Zinkmangel (3). Daher sollte in Zeiten hoher Infektionsgefahr, wie insbesondere im Winter, auf eine ausreichende Zinkversorgung geachtet werden.

Die häufigsten Symptome bei einem Zinkmangel sind:
  • Hauterkrankungen und verzögerte Wundheilung
  • Immunschwäche und Infektionsanfälligkeit
  • Haarausfall
  • Schwächung des Geruchs- und Geschmackempfindens
  • Appetitverlust

         

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        *Nutrient Reference Value = Prozentsatz des Referenzwertes nach Anlage XIII der Lebensmittelinformationsverordnung VO (EG) Nr. 1169/2011.

         

        Literatur:
        1. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr (2001): S. 191
        2. ERNA (2011), The European Responsible Nutrition Alliance: Facts about vitamins, minerals and other food components with health effects, Seiten 48-51
        3. Schuchardt, J.P., Hahn, A: Ernährungsphysiologische Bedeutung von Zink, Dt. Lebensmittel-Rundschau 04/2009

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