Brokkoli

Brokkoli (Brassica oleracea var. italica) gehört zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae), wie auch alle anderen Kohlarten. Aber auch der (Meer-)Rettich, Radieschen, Kresse, Rucola oder Senf gehören dazu (1). Ursprünglich stammen alle Kohlarten von der Wildfrom Brassica oleracea var. oleracea ab, deren Herkunft der Mittelmeerraum und die Westküsten Europas ist. Erst seit dem 20. Jahrhundert erfährt der Brokkoli größere Anbaubedeutung. Heutzutage kann er in den meisten Ländern der Erde angebaut werden, so auch in Deutschland. Brokkoli wird vor Allem aufgrund seiner Inhaltstoffe sehr geschätzt. Er ist reich an Mineralstoffen, wie Kalium, Calcium, Phosphor und Eisen, aber auch an Vitaminen (Provitamin A, Vitamin C, B-Vitaminen und Folsäure) (2). Die wohl wichtigsten Inhaltsstoffe sind jedoch die Glucosinolate (Senfölglykoside). Ihnen bzw. ihren Abbauprodukten den Isothiocyanaten (Senfölen) werden antioxidative und sogar krebshemmende Eigenschaften zugeschrieben. Das in Brokkoli vorkommende Senföl ist Sulforaphan (1, 2, 3).

 

Glucosinolate, Isothiocyanate und Sulforaphan

Glucosinolate, auch Senfölglykoside genannt, gehören, wie z.B. die phenolischen Verbindungen der Olive, zu den sekundären Pflanzenstoffen und kommen in allen Kreuzblütlern vor (1, 3).

Isothiocyanate, auch Senföle genannt, sind die aktiven Abbauprodukte der Glucosinolate. Sie entstehen meist erst bei der Verarbeitung des Gemüses. Sobald eine Pflanzenzelle geschädigt wird, z.B. durch Schneiden oder Beißen, wird das Enzym Myrosinase freigesetzt, das das Glucosinolat zu einem Senföl spaltet. Myrosinase ist aber nicht nur in Kreuzblütlern selbst enthalten, sondern auch in unserer Darmflora. Senföle sind u.a. für den scharfen, teilweise bitteren Geschmack und typischen Geruch der Kreuzblütler verantwortlich (1).

Sulforaphan ist das Senföl, das in Brokkoli vorkommt. Es entsteht mithilfe der Myrosinase aus dem Glucosinolat Glucoraphanin. Sulforaphan soll antioxidative, entzündungs- und tumorhemmende Eigenschaften besitzen (1). Das soll vor allem an der Aktivierung von Phase-II-Enzymen und antioxidativen Faktoren liegen (4)

 

Wie die Phase-II-Enzyme zum Detox beitragen

Mit der Nahrung werden dem Körper auch viele Stoffe zugeführt, die nicht gebraucht werden oder sogar toxisch sein können. Damit sich diese meist fettlöslichen Fremdstoffe nicht im Körper anreichern, gibt es einen ganz bestimmten Prozess, den Fremdstoffmetabolismus (auch Biotransformation). Hierbei werden die Stoffe ausreichend wasserlöslich gemacht, um sie anschließend über die Niere und die Galle ausscheiden zu können. Dieser Vorgang wird in 3 Phasen unterteilt: Phase I – Modifikation, Phase II – Konjugation und Phase III – Elimination. Im ersten Schritt wird der Fremdstoff modifiziert (Phase-I-Enzyme). Manche Medikamente entfalten dadurch erst ihre Wirkung, aber der Stoff kann auch reaktiver oder sogar toxischer werden. Nichtsdestotrotz ist dieser Schritt nötig, damit der Fremdstoff im nächsten Schritt durch die Phase-II-Enzyme wasserlöslich gemacht werden kann. Anschließend kann der Stoff eliminiert, also ausgeschieden werden (3). Durch die Aktivierung der Phase-II-Enzyme kann Sulforaphan also die schnellere Ausscheidung von Fremdstoffen im Körper, also die Entgiftung (engl. Detox), unterstützen, wodurch sich die antioxidative, antientzündliche sowie zellschützende Wirkungen ableiten lassen (4, 5).

 

Unterstützung der Entgiftung mit BroccoRaphanin®

In vielen Studien wurde bereits die Unterstützung des Entgiftungsprozesses im  und somit die tumorhemmende, antioxidative und antiinflammatorische Wirkung durch Sulforaphan bewiesen. Deshalb nutzen wir für unser Nahrungsergänzungsmittel DetoxAgil BroccoRaphanin®, ein einzigartiger Extrakt aus Brokkolisamen. Mit BroccoRaphanin® können wir die körpereigene Entgiftung optimal unterstützen, da es einen natürlich hohen Gehalt von mindestens 10% Glucoraphanin enthält, die Vorstufe von Sulforaphan. Durch das patentierte, schonende Herstellungsverfahren werden außerdem diese wertvollen Inhaltsstoffe besonders geschützt (6).

 

 

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Produkt

Milligramm

*NRV

DetoxAgil

300 mg pro Kapsel

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*Nutrient Reference Value * Prozentsatz des Referenzwertes nach Anlage XIII der Lebensmittelinformationsverordnung VO (EG) Nr. 1169/2011.
** Keine Empfehlung vorhanden.

 

 Literatur:

  1. Herr, Ingrid (2014): Die Kreuzblütler auf dem Kreuzzug gegen Krebs. In: Passion Chirurgie (Juni, 4 (06)).

  2. Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (Hg.) (2020): Blumenkohl, Brokkoli. Produktinformation.

  3. Biesalski, Hans-Konrad; Bischoff, Stephan C.; Pirlich, Matthias; Weimann, Arved (Hg.) (2018): Ernährungsmedizin. Nach dem Curriculum Ernährungsmedizin der Bundesärztekammer. Unter Mitarbeit von Michael Adolph, Jann Arends, Ulrike Arens-Azevêdo und Christine von Arnim. 5., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Stuttgart: Georg Thieme Verlag.

  4. Hensel, Andreas; Lechtenberg, Matthias (2020): Nahrungsergänzungsmittel auf Brokkolibasis – wie sieht die Qualitätssituation aus? In: Zeitschrift für Phytotherapie 41 (03), S. 113–122.

  5. Juge, N.; Mithen, R. F.; Traka, M. (2007): Molecular basis for chemoprevention by sulforaphane: a comprehensive review. In: Cellular and Molecular Life Sciences 64 (9), S. 1105–1127. DOI: 10.1007/s00018-007-6484-5.

  6. IFF Health (2022): Innovative Broccoli Raffinate. In: IFF Health. https://iff-health.com/portfolio/brocco-raphanin/ (abgerufen am 04.02.2022)