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    Guarbohnen

    Herkunft und Geschichte: 

    Guarbohnen (Cyamopsis tetragonoloba), auch als Guar bekannt, gehören zu der Familie der Hülsenfrüchtler und hat einen vermuteten Ursprung aus Zentralafrika oder Indien. In Indien wird es heutzutage hauptsächlich auch angebaut. Die Guarbohnen können als Gemüse gegessen werden, werden aber auch als Tiernahrung verwendet oder für die Regenerierung des Bodens nach Ernte. Die Pflanze hat eine Wuchshöhe bis zu 2 Meter und bildet ca. 10 cm lange, mehrsamige Hülsenfrüchte, die für die Herstellung von Guarkernmehl verwendet werden. 

    Eigenschaften: 

    Guarkernmehl wird aus den Samen der Guarbohne hergestellt und wird als ein natürliches Verdickungsmittel in Kosmetik-, Lebensmittel- und Arzneiprodukten verwendet, das biologisch abbaubar ist. Als Zusatzstoff ist es auch unter der Nummer E 412 bekannt. Die verwendeten, proteinreichen Keime bestehen in großen Teilen aus Galaktomannan, einem Polysaccharid aus einer Kette von Mannose mit seitlich angehängten Galaktosemolekülen. Galaktomannan weist eine hohe Wasserstoffbindungskapazität auf, was durch die Wasserbindung zur Verdickung führt. Daher wird Guarkernmehl in der Industrie auch als Verdickungsmittel oder Stabilisator eingesetzt. 

    Weitere Anwendungen 

    Besonders interessant ist Guar für die Pharmazie, in der die Pflanze im Kontext der gezielten Medikamentenabgabe im Körper erforscht wird. So wird gehofft, die Effizienz und Lokalisierung einiger Medikamente zu verbessern, indem Guar die Bioverfügbarkeit der Wirkstoffe verbessert. Dazu zählt auch die Fähigkeit, den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren und die Verdauungsgesundheit durch seinen hohen Ballaststoffgehalt zu fördern. Die Rolle von Guarkernmehl bei der Gewichtsregulierung durch das Gefühl der Sättigung ist ebenfalls erwähnswert. 

    Mögliche Anwendungen für die Umwelt 

    Auch für die Umwelt kann Guar interessant sein. Wasserverschmutzungen wie Farbüberreste und Schwermetall sind üblich und bergen für Mensch und Umwelt Gefahr. Daher sind Methoden für Wasserreinigungen dringend notwendig. Eines der möglichen Stoffe, das für Wasserreinigungen untersucht wird ist Guar, da diese Schwermetallionen und andere Verschmutzungen binden kann, sowie gleichzeitig antibakteriell wirken kann und auch gefährliche Mikroorganismen im Wasser beseitigen könnte. 

    Mögliche Nebenwirkungen 

    Guarkernmehl steht in Verdacht die Entstehung von Allergien zu begünstigen und selbst allergische Reaktionen auszulösen. Bei Soja-Allergikern kann es zu Kreuzallergien kommen. 

    Da wir selbst Guaran nicht ganz verdauen und resorbieren können, unsere Darmbakterien dieses jedoch abbauen, kommt es zur Gasbildung. In höheren Mengen konsumiert können daher Blähungen und Bauchkrämpfe auftreten. 

    Wegen des hohen Quellvermögens und der damit erhöhten Gefahr für Schäden im Magen und Darm, sowie der Speiseröhre, sollte Guarkernmehl immer mit ausreichend Flüssigkeit zu sich genommen werden. 

     

     Welche AgilNature® Produkte enthalten Guarkernmehl? 

    Produkt 

    ProteinAgil 

     

    *Nutrient Reference Value = Prozentsatz des Referenzwertes nach Anlage XIII der Lebensmittelinformationsverordnung VO (EG) Nr. 1169/2011. 

    ** Keine Empfehlung vorhanden.   

     

    Literatur: 

    1. Mudgil, D.; Barak, S.; Khatkar, B. S. (2011). "Guar gum: Processing, properties and food applications—A Review". Journal of Food Science and Technology. 51 (3): 409–18. 

    1. 412 Guarkernmehl – Zusatzstoffe-Online. https://www.zusatzstoffe-online.de/zusatzstoffe/412-guarkernmehl/ (abgerufen am 15.02.2024) 

    1. Amjed N, Zeshan M, Farooq A, Naz S. Applications of guar gum polysaccharide for pharmaceutical drug delivery: A review. Int J Biol Macromol. 2024 Feb;257(Pt 1):128390.   

    1. Garg SS, Gupta J. Guar gum-based nanoformulations: Implications for improving drug delivery. Int J Biol Macromol. 2023 Feb 28;229:476-485.   

    1. Mandal S, Hwang S, Shi SQ. Guar gum, a low-cost sustainable biopolymer, for wastewater treatment: A review. Int J Biol Macromol. 2023 Jan 31;226:368-382. 

    1. Saya L, Malik V, Singh A, Singh S, Gambhir G, Singh WR, Chandra R, Hooda S. Guar gum based nanocomposites: Role in water purification through efficient removal of dyes and metal ions. Carbohydr Polym. 2021 Jun 1;261:117851. 

    1. Mohammad Javad Alaeian, Sanaz Pourreza, Mohsen Yousefi, Elnaz Golalipour, Leila Setayesh, Mohammad Zeinali Khosroshahi, Reza Bagheri, Damoon Ashtary-Larky, Alexei Wong, Mohammad Zamani, Omid Asbaghi, The effects of guar gum supplementation on glycemic control, body mass and blood pressure in adults: A GRADE-assessed systematic review and meta-analysis of randomized clinical trials, Diabetes Research and Clinical Practice, Volume 199, 2023, 110604, ISSN 0168-8227. 

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    Glucomannan

    Herkunft und Geschichte

    Als Glucomannan bezeichnet man särkeähnliche Substanzen aus verzweigten Kohlenhydratketten.  Da die Wurzel der Teufelszunge (Amorphophallus konjac) etwa 40 % Glucomannan enthält, ist die Wurzel, auch als Konjakwurzel bekannt, die wichtigste und prominenteste Glucomannanquelle. Konjak-Glukomannan wird in Europa als Zusatzstoff in Lebensmitteln verwendet unter der Nummer E 425 als Verdickungsstoff. Auch als veganer Ersatz für Gelatin. In Asien findet es als natürlicher Zusatzstoff Anwendung in traditioneller Küche, schon seit ca. 1500 Jahren. So findet man höhere Glucomannananteile in z.B Shirataki-Nudeln. Auch in der traditionellen chinesischen Medizin wird es verwendet. 

    Eigenschaften

     Glucomannan zeichnet sich durch einen hohen Gehalt an löslichen Ballaststoffen aus, die nur wenige Kalorien enthalten. Und enthält kaum Fett, Eiweiß oder Zucker, was es zu einer attraktiven Nahrungsergänzung für eine gesunde Ernährung macht. Durch die Ballaststoffe hat es als solche Quelle, positive Auswirkungen auf das Verdauungssystem & Darmbakterien und kann zusätzlich einen Schutzfilm an der Darmwand bilden. Da es dazu führt, dass Nahrung länger im Körper verweilt, kann es zu einem längeren Sättigungsgefühl beitragen. 

    Von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) sind durch wissenschaftliche Studien folgende Glucomannan bezogene gesundheitliche Angaben bewertet und zugelassen:   

    • Glucomannan trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels im Blut bei (Bei einer täglichen Aufnahme von 4 g) 
    • Glucomannan trägt im Rahmen einer kalorienarmen Ernährung zu Gewichtsverlust bei (Bei einer täglichen Aufnahme von 3 g Glucomannan in drei Portionen à 1 g pro Portion) 

    In Studien wurde die cholesterinsenkende Wirkung von Glucomannan von der EFSA bewertet und bestätigt, es werden in der Wissenschaft jedoch noch weitere gesundheitliche Vorteile untersucht. 

    Potentielle, noch nicht vollens gefestigte und bestätigte, gesundheitsfördernde Effekte sind mitunter:  

    • Anti-diabetische Wirkung – Bei Typ 2 Diabetikern kam es in Studien zu gesenkten nüchternen Zucker- und Insulinwerten, sowie geringerem Zuckerwert nach der Mahlzeit. Somit könnte Glucomannan Diabetikern helfen ihren Zucker zu regulieren. 
    • Anti-tumorelle Wirkung – Durch Studien wird eine direkte, blockierende Auswirkung von Glucomannan auf einen Signalweg in Tumorzellen vermutet, der das Wachstum inhibiert. Zusätzlich hat es anti-oxidative Eigenschaften und vermindert Zellstress, der zu Tumoren führen könnte. 
    • Immunstimulierende Wirkung – Bei Kontakt mit Antibiotika-resistenten Staphylokokken führte Glucomannan in einer Studie zu einer verbesserten Immunantwort und Glucomannan könnte somit zusätzlich wirken als immunstimulierende Substanz.   

     

    Mögliche Nebenwirkungen 

    Wenn Glucomannan nicht mit genügend Wasser eingenommen wird, kann es zu einem Erstickungsrisiko und Darmverstopfung führen. Weitere unerwünschte Wirkungen sind Durchfall, Aufstoßen und Blähungen. Daher sollte immer auf ausreichend Wasser bei Einnahme geachtet werden. 

    Interaktionen 

    Personen, die Medikamente zur Blutzuckerkontrolle oder Blutverdünner einnehmen, sollten vor der Einnahme von Glucomannan einen Arzt konsultieren, da es die Absorption dieser Medikamente beeinflussen kann. Schwangere, Stillende und Personen mit bestehenden Darmproblemen sollten ebenfalls vor der Anwendung Rücksprache mit einem Arzt halten. 

    Welche AgilNature® Produkte enthalten Glucomannan? 

    Produkt 

    Menge 

    NRV* 

    FigurAgil aktiv

    3 g pro Tagesration (à 6 Kapseln) 

    ** 

     

    *Nutrient Reference Value = Prozentsatz des Referenzwertes nach Anlage XIII der Lebensmittelinformationsverordnung VO (EG) Nr. 1169/2011. 

    ** Keine Empfehlung vorhanden.   

     

    Literatur: 

    1. E 425 Konjakgummi, Konjak-Glukomannan - Lexikon der Zusatzstoffe.  https://www.zusatzstoffmuseum.de/lexikon-der-zusatzstoffe/konjakgummikonjakglukomannan.html (Abgerufen am 16.01.2024) 
    2. Chua, M; Baldwin, TC; Hocking, TJ; Chan, K (24 March 2010). "Traditional uses and potential health benefits of Amorphophallus konjac K. Koch ex N.E.Br". Journal of Ethnopharmacology. 128 (2): 268–78. 
    3. Ho HVT, Jovanovski E, Zurbau A, Blanco Mejia S, Sievenpiper JL, Au-Yeung F, Jenkins AL, Duvnjak L, Leiter L, Vuksan V. A systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials of the effect of konjac glucomannan, a viscous soluble fiber, on LDL cholesterol and the new lipid targets non-HDL cholesterol and apolipoprotein B. Am J Clin Nutr. 2017 May;105(5):1239-1247. 
    4. Devaraj RD, Reddy CK, Xu B. Health-promoting effects of konjac glucomannan and its practical applications: A critical review. Int J Biol Macromol. 2019 Apr 1;126:273-281. 
    5. Zhang Z, Zhang Y, Tao X, Wang Y, Rao B, Shi H. Effects of Glucomannan Supplementation on Type II Diabetes Mellitus in Humans: A Meta-Analysis. Nutrients. 2023 Jan 24;15(3):601. 
    6. Fang Y, Ma J, Lei P, Wang L, Qu J, Zhao J, Liu F, Yan X, Wu W, Jin L, Ji H, Sun D. Konjac Glucomannan: An Emerging Specialty Medical Food to Aid in the Treatment of Type 2 Diabetes Mellitus. Foods. 2023 Jan 12;12(2):363. 
    7. Li JY, Sun F, Zhou HF, Yang J, Huang C, Fan H. A Systematic Review Exploring the Anticancer Activity and Mechanisms of Glucomannan. Front Pharmacol. 2019 Aug 23;10:930. 
    8. Khanzadeh Tehrani M, Yazdi MH, Pourmand MR. Glucomannan enhanced the macrophage activity in exposure to methicillin-resistant Staphylococcus aureus (MRSA): in-vitro study. Iran J Microbiol. 2023 Aug;15(4):557-564.   
    9. Igho Onakpoya MD igho.onakpoya@phc.ox.ac.uk , Paul Posadzki PhD & Edzard Ernst MD, PhD, FRCP, FRCP (Edin) (2014) The Efficacy of Glucomannan Supplementation in Overweight and Obesity: A Systematic Review and Meta-Analysis of Randomized Clinical Trials, Journal of the American College of Nutrition, 33:1, 70-78. 
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    Gerstengras

    Herkunft und Geschichte 

    Die Gerste (Hordeum vulgare) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Süßgräser und eine der ältesten Getreide-Arten, die wir Menschen schon vor rund 10.000 Jahren domestiziert haben für die Landwirtschaft, vermutlich zuerst in der Israel-Jordanien Region. Seither wurde es als Grundnahrungsmittel angebaut. Es ist ein einjähriges Gras, das eine Wuchshöhe von 0,7 bis 1,2 m erreicht.  

    Eigenschaften 

    Gerste ist eine gute Quelle für Ballaststoffe, Vitamin B, Eisen und Mangan. Nicht nur bietet es eine Ernährung und Entgiftung des Körpers, es hat auch einige gesundheitsfördernde Eigenschaft aufgrund seiner Inhaltsstoffe. 

    Von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) sind durch wissenschaftliche Studien folgende Gersten bezogene gesundheitliche Angaben bewertet und zugelassen, vorausgesetzt die Gerste besitzt einen gewissen Beta-Glucan Inhalt:   

    • Beta-Glucane tragen zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels im Blut bei (Gerste muss mindestens 1 g Beta-Glucan enthalten und diese Wirkung zeigt sich bei einer täglichen Aufnahme von 3 g Beta-Glucanen aus Gerste) 
    • Die Aufnahme von Beta-Glucanen aus Hafer oder Gerste als Bestandteil einer Mahlzeit trägt dazu bei, dass der Blutzuckerspiegel nach der Mahlzeit weniger stark ansteigt (wenn Gerste mit mindestens 4 g Beta-Glucan als Bestandteil der Mahlzeit eingenommen wird) 

    Laut Studien finden sich in Gerste zahlreich weitere gesundheitliche Vorteile wieder wie die entzündungshemmende, antidiabetische, antikanzerogen anti-oxidative, antibakterielle, fettleibigkeitshemmende, müdigkeitshemmende und Anti-Aging Wirkung. Anhand der Studien ist bekannt, dass Gerstengraspulver eine entscheidende Rolle bei der Vorbeugung von 20 chronischen Krankheiten spielt. 

    So wurde zum Beispiel gezeigt in einer Studie, dass Mäuse nach einer hochfettigen Ernährung an Übergewicht litten, die Gruppe, die jedoch Gerstengraspulver einnahm hatte eine signifikant geringere Gewichtszunahme. In einer anderen Mäusestudie schwächte Gerstenpulver eine Tumorentwicklung ab. 

     

    Welche AgilNature Produkte enthalten Gerstengras? 

    Produkt 

    Menge 

    NRV* 

    BasenAgil 

    3x 15 mg pro Kapsel (45 mg pro Tagesration) 

    ** 

     

    *Nutrient Reference Value = Prozentsatz des Referenzwertes nach Anlage XIII der Lebensmittelinformationsverordnung VO (EG) Nr. 1169/2011. 

    ** Keine Empfehlung vorhanden.   

     

    Literatur: 

    1. A. Badr, K. M, R. Sch, H. El Rabey, S. Effgen, H. H. Ibrahim, C. Pozzi, W. Rohde, F. Salamini, On the Origin and Domestication History of Barley (Hordeum vulgare), Molecular Biology and Evolution, Volume 17, Issue 4, April 2000, Pages 499–510. 
    2. FoodData Central. https://fdc.nal.usda.gov/fdc-app.html#/food-details/170285/nutrients (abgerufen am 17.12.2023) 
    3. Sharma R, Mokhtari S, Jafari SM, Sharma S. Barley-based probiotic food mixture: health effects and future prospects. Crit Rev Food Sci Nutr. 2022;62(29):7961-7975.   
    4. Obadi M, Sun J, Xu B. Highland barley: Chemical composition, bioactive compounds, health effects, and applications. Food Res Int. 2021 Feb;140:110065. 
    5. Zeng Y, Pu X, Du J, Yang X, Li X, Mandal MSN, Yang T, Yang J. Molecular Mechanism of Functional Ingredients in Barley to Combat Human Chronic Diseases. Oxid Med Cell Longev. 2020 Mar 30;2020:3836172. 
    6. Thatiparthi J, Dodoala S, Koganti B, Kvsrg P. Barley grass juice (Hordeum vulgare L.) inhibits obesity and improves lipid profile in high fat diet-induced rat model. J Ethnopharmacol. 2019 Jun 28;238:111843. 
    7. Li J, Zhang W, Xu H, Zhou L, Guo H, Zhang S, Lu R, Liang X, Chang M, Liu C. Barley Grass Juice Attenuates Hydrodynamic Transfection-Induced HCC Initiation in Mice. Nutr Cancer. 2023;75(2):750-760.   

     

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    Grüner Kaffee

    Herkunft und Geschichte des Kaffees

    Kaffee gehört zu den beliebtesten Getränken weltweit. Kaum jemand kann dem verführerischen Duft und dem intensiven Aroma einer frisch gebrühten Tasse Kaffee widerstehen. Kaffee blickt auf eine lange Tradition zurück, um seine Entdeckung ranken sich viele Legenden und Mythen. Fakt ist aber, dass bereits 1592 erstmalig detaillierte Zeichnungen und Beschreibungen der Kaffeepflanze entstanden. Die Pflanzengattung Coffea stammt aus dem tropischen Afrika. Erst mit menschlicher Hilfe ist die Pflanze auf andere Kontinente gelangt. Der Begriff „Kaffee" leitet sich vom arabischen „Kahwe" oder „Qahwa" ab, was so viel wie Lebenskraft oder Stärke bedeutet.  

     

    Was ist Grüner Kaffee?

    Die Früchte des Kaffeebaumes sind die sogenannten Kaffeekirschen. Nach dem Ernten werden die roten Kirschen, wenn möglich, an der Sonne getrocknet. Sobald das Fruchtfleisch der Kirschen getrocknet ist, werden sie aufgebrochen und die grünen Bohnen aus dem Inneren entnommen. Diese grünen Bohnen bezeichnet man als Grünen Kaffee. Für das übliche Kaffeegetränk werden die grünen Kaffeebohnen geröstet. Dabei werden die Bohnen hohen Temperaturen ausgesetzt, was dem Kaffee zwar sein intensives Aroma verleiht, aber auch wichtige Inhaltsstoffe (wie z.B. die Chlorogensäuren) zerstören kann (2). 

    Kaffee-Arten 

    Die Gattung Kaffee besteht aus mehr als 120 Kaffeearten (Spezies). Die beiden wichtigsten Kaffeearten sind Arabica- und Robusta-Kaffee. Robusta-Kaffee enthält im Vergleich zu Arabica die doppelte Menge an Chlorogensäure, einem der wichtigsten aktiven Inhaltsstoffe des Kaffees (1).

     

     

    Welche AgilNature Produkte enthalten Grünen Kaffee?

    Produkt

     Milligramm

    *NRV

    FigurAgil aktiv

    6x  30,2 mg pro Kapsel (181,2 mg Tagesration)

    **

    * Nutrient Reference Value = Prozentsatz des Referenzwertes nach Anlage XIII der Lebensmittelinformationsverordnung VO (EG) Nr. 1169/2011.
    ** Keine Empfehlung vorhanden.

     

    Literatur:

    1. Deutscher Kaffeeverband e.V. (2022): Kaffeewissen. In. Deutscher Kaffeeverband e.V. https://www.kaffeeverband.de (abgerufen am 16.01.2022) 
    2. Toledo Castanheira, Dalyse (2020): Coffee - Production and Research. In: IntechOpen. 
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    Grüner Tee

    Herkunft und Geschichte des Grünen Tees

    Die Geschichte des Grünen Tees blickt auf eine lange Tradition zurück und reicht über eine Zeitspanne von über 5000 Jahren. Eine Legende besagt, dass im Jahre 2737 vor Christus der Grüne Tee wohl eher zufällig vom damaligen chinesischen Kaiser Chen Nung entdeckt wurde. Ein Blatt eines wildwachsenden Teestrauches wehte damals in eine Schale mit heißem Wasser. So entstand der erste Aufguss. Am Anfang verwendeten die Chinesen den Grünen Tee ausschließlich als Heilmittel und er wurde zum Inbegriff für Vitalität, Gesundheit und ein langes Leben. Erst einige Jahrhunderte später entdeckte man den wertvollen Grünen Tee auch als Genussmittel und Tee trinken wurde Teil der Tageskultur.

    Grüner Tee Teeplantage VItalstoff Lexikon AgilNature

    Grüner Tee wird von derselben Pflanze (Camellia sinensis) gewonnen wie schwarzer Tee. Damit Grüner Tee entsteht, werden die Blätter einfach nur getrocknet. Für schwarzen Tee werden die Blätter fermentiert, dadurch erhalten sie die spezielle schwarze Farbe. Bei der Fermentation werden jedoch genau die gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe des Tees – die sogenannten Polphenole- abgebaut. Wenn der Tee unfermentiert, also grün ist, bleiben die Polyphenole in stärkerem Maße erhalten.

     

    Polyphenole - kraftvolle sekundäre Pflanzenstoffe


    Die Polyphenole gehören zu den wichtigsten Inhaltsstoffen des Grünen Tees. Polyphenole sind aromatische Verbindungen und werden zu den sekundären Pflanzenstoffen gezählt. Dabei werden den Catechinen, eine Gruppe bestimmter Polyphenole, die meisten gesundheitsfördernden Effekte zugeschrieben. Sie sind auch für den bitteren Geschmack des Tees verantwortlich. Die Catechine des Grünen Tees umfassen Epicatechin (EC), Epicatechingallat (ECG) und Epigallocatechingallat (EGCG). Weitere Inhaltsstoffe des Grünen Tees sind verschiedene Vitamine, Mineralstoffe, Coffein und die Aminosäure Theanin. Um die positiven Wirkungen des Grünen Tees zu nutzen, sollten pro Tag etwa vier Tassen getrunken werden. Um bei der Zubereitung möglichst viele Aktivstoffe (Polyphenole) aus dem grünen Teeblatt zu lösen, ist eine lange Ziehdauer erforderlich. Dies hat leider einen unangenehmen und sehr bitteren Geschmack zur Folge. Für die regelmäßige Langzeitanwendung sind deshalb Kapseln, die hochwertigen Grüntee-Extraktenthalten, besser geeignet.

     

    Fettverbrennung anregen: Grüner Tee - als natürlicher "Fatburner"

    In verschiedenen Studien wurde gezeigt, dass Grüner Tee das Abnehmen aktiv unterstützen kann. Wissenschaftler gehen davon aus, dass verschiedene positive Mechanismen des Grünen Tees für die Anregung der Fettverbrennung verantwortlich sind. Grüner Tee zeigt eine thermogenetische Wirkung. Dies regt den Stoffwechsel an und erhöht den Energieumsatz (1). Letztendlich werden somit mehr Kalorien verbrannt. Grüner Tee erhöht zudem die Fettverbrennung, was einen Rückgang des Körperfetts, insbesondere im Bauchraum bewirkt (1). Zusätzlich hemmen die Inhaltsstoffe des Grünen Tees die Aufnahme von Fetten aus der Nahrung.

    Grüner Tee hat auch eine anregende Wirkung auf den Körper und gibt dem Köper die Energie zurück, die er beim Abnehmen braucht. Denn gerade beim Abnehmen fühlt man sich häufig schlapp und abgespannt.

    Die Ergebnisse zahlreicher wissenschaftlicher Studien belegen den schlankmachenden Effekt von Grünem Tee:

      • Grüntee- Extrakt verringert die Körperfettansammlung und fördert den Gewichtsverlust (2)
      • EGCG (Epigallocatechingallat), enthalten in Grünem Tee, reduziert die Körperfettmasse (3)
      • Es besteht ein Zusammenhang zwischen Grünteekonsum und einem geringeren prozentualen Körperfettanteil, sowie einem geringeren Bauchumfang (4)
      • Grüntee-Extrakt beugt Übergewicht durch Überernährung vor (5)
      • Gesamtfettanteil, Subkutanfett, Bauchumfang sowie Körpergewicht lassen sich durch einen 12 Wochen dauernden Konsum eines Grüntees im Vergleich zur Kontrollgruppe reduzieren (6)

       

      Grüner Tee als Radikalfänger

      Grüner Tee gilt als Antioxidans: Er kann unsere Zellen vor oxidativen Stress schützen. Oxidativer Stress - verursacht durch sogenannte freie Radikale - spielt eine wichtige Rolle im Alterungsprozess. Je mehr der Körper oxidativem Stress ausgesetzt ist, desto schneller beginnt der Alterungsprozess. Die Entstehung der aggressiven und hochreaktiven freien Radikale ist unvermeidbar. Der menschliche Körper braucht Sauerstoff zum Leben. Wichtige Stoffwechselprozesse zur Energiegewinnung sind ohne Sauerstoff nicht möglich. Während dieser komplexen Vorgänge entstehen jedoch die freien Radikale. Übersteigt die Bildung freier Radikale eine gesunde Konzentration, spricht man von „oxidativem Stress".  Freie Radikale im Körper können mit Hilfe sogenannter Antioxidantien unschädlich gemacht werden. Antioxidantien  verbinden sich selbst mit den freien Radikalen – deshalb werden sie auch Radikalfänger genannt. Die im Grünen Tee enthaltenen Polyphenole sind wichtige Radikalfänger, die zur Verstoffwechselung beitragen können.

      Die Ergebnisse zahlreicher wissenschaftlicher Studien belegen den positiven Effekt von Grünem Tee auf die Gefäße:

      • Grüntee-Extrakt verbessert die Gefäßfunktion bei gesunden Frauen (7)
      • Grüntee-Catechine senken die Konzentration von oxidiertem LDL (8)
      • Grüntee schützt sogar bei Rauchern LDL-Cholesterin vor Oxidation (9)

       

      Dein täglicher Bedarf an Grünem Tee

      Um die positiven Wirkungen des Grünen Tees zu nutzen, sollten pro Tag etwa vier Tassen getrunken werden. Um bei der Zubereitung möglichst viele Aktivstoffe (Polyphenole) aus dem grünen Teeblatt zu lösen, ist eine lange Ziehdauer erforderlich. Dies hat leider einen unangenehmen und sehr bitteren Geschmack zur Folge. Für die regelmäßige Langzeitanwendung sind deshalb Kapseln, die hochwertigen Grüntee-Extrakt enthalten, besser geeignet.

       

      Welche AgilNature Produkte enthalten Grünen Tee?

      Produkt Milligramm *NRV
      FigurAgil aktiv 6x 34,4 mg pro Kapsel (206,4 mg Tagesration) **
      *Nutrient Reference Value = Prozentsatz des Referenzwertes nach Anlage XIII der Lebensmittelinformationsverordnung VO (EG) Nr. 1169/2011.** Keine Empfehlung vorhanden.  

       

      Literatur:

      1. Ushio H. et al: Effects of the long-term ingestion of tea catechins on energy expenditure and dietary fat oxidation in healthy subjects. Journal of health science, 51 (2) 248-252 (2005)
      2. Tsuchida et al.: Reduction of body fat in humans by long-term ingestion of catechins. Progress in medicine, 2002. 9(22): p. 2189-2203
      3. Nagao T. et al.: Ingestion of a tea rich in catechins leads to a reduction in body fat and malondialdehyde-modified LDL in men
      4. Wu CH et al.: Relationship among habitual tea consumption, percent body fat, and fat distribution. Obesity Research 11: 1088-1095
      5. Klaus S. et al.: Epigallocatechin gallate attenuates diet-induced obesity in mice by decreasing energy absorption and increasing fat oxidation. Int J Obes Relat Metab Disord, 2005. 29(6): p. 615-23
      6. Nagao T. et al.: Tea catechins suppress accumulation of body fat in humans. J Oleo Sci 2001; 50: 717-728
      7. Hakim IA et al.: Green tea consumption is associated with decreased DNA damage among GSTM1-positive smokers regardless of their hOGG1 genotype. J Nutr. 2008 Aug.; 138 (8): 1567S – 1571S
      8. Inami S. et al.: Tea catechin consumption reduces circulating oxidized low-density lipoprotein. Int Heart J. 2007 Nov; 48(6): 725-32
      9. Lee W et al.: Long term effects of green tea ingestion on atherosclerotic biological markers in smokers. Clin Biochem. 2005 Jan; 38(1): 84-7