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    Bifidobacterium lactis

    Bifidobacterium lactis, vollständig auch Bifidobacterium animalis ssp. lactis, ist ein gram-positives Milchsäurebakterium der Familie Bifidobacteriaceae. Als Milchsäurebakterium fermentiert es Glukose, den einfachen Zucker, zu Milchsäure, die auch als Lebensmittelzusatzstoff E 270 verwendet wird. Da Milch nur im Namen enthalten ist, jedoch nichts mit Laktose zu tun hat, haben Laktoseintolerante Menschen dabei nichts zu befürchten. Milchsäurebakterien zählen bei den natürlichen Darmbakterien, die wir besitzen, zu den “guten”, gesundheitsfördernden Bakterien.  

    Bifidobacterium animalis ssp. lactis findet seinen Einsatz als Probiotikum. Als Probiotika bezeichnet man lebende Mikroorganismen, die in gewissen Mengen, Vorteile für die Gesundheit bieten beispielsweise durch Einfluss auf das Darmmikrobiom. B. lactis wird in reichlichen Produkten verwendet, hauptsächlich in Milchprodukten. So wird es beispielsweise in Lidl auch in einigen Joghurts verwendet, gelistet als “Bifidobacterium BB-12" oder in den prominenten probiotischen Activia Joghurts. Es wird angenommen, dass B. lactis die Magen-Darm-Passage gut überlebt und auch die Möglichkeit hat, auf längere Dauer die Darmflora zu besiedeln. Bei Einnahme mit Inulin, einem begleitendem Ballaststoff, wurde B. lactis auch noch 2 Wochen nach Einnahme in Stuhlproben wiedergefunden, was auf eine erfolgreiche längerwierige Besiedelung im Darm hinweist.  

    Zahlreiche vorteilhafte Wirkungen des Bakteriums die bisher entdeckt wurden sind und als Probiotikum interessant sind: 

    • Liefert Verdauungshilfe: B. lactis hilft Balaststoffe, pflanzliche Stoffe, zu verdauuen. Da sie generell nicht zu den gasproduzierenden Bakterien bei der Verdauung zählen, könnten sie Gärung im Dickdarm auf ein nicht gasförmiges Endprodukt umleiten und damit mögliche Blähungen reduzieren. Bei einer Studie an älteren Menschen, die täglich 1 x 109 CFU/Tag B. lactis zu sich nahmen (In unserem SynbioticAgil findet sich die 6-fache Menge wieder!), wurde an 26,9% der Tage ein regelmäßigerer Stuhlgang gefunden. Die Anzahl der Probanden, die an mehr als 30 % der Tage normalen Stuhlgang hatten, ist um 114 % gestiegen  

    • Hilfe bei Durchfall: Neben der Hilfe bei Verstopfungen, ist ein prominentes Merkmal von B. lactis, auch die Hilfe bei Durchfall. Insbesondere bei älteren Menschen, jedoch auch bei Kleinkindern und antibiotika-assoziierten Problemen half B. lactis den Stuhlgang wieder zu normalisieren. Bei Patienten, die eine 14-tägige Antibiotikatherapie durchliefen und parallel B. lactis einnahmen, reduzierte sich die Stärke und das Risiko möglicher Durchfallssymptome. Das Risiko sank auf 10.8%, verglichen mit der Kontrollgruppe, die 15.56% Risiko hatte. Auch die Dauer sank auf ca. 2 statt 4 Tage.  

    • Fördert Darmgesundheit: Ein Ungleichgewicht zwischen gesundem Darm und der Darmflora führt zu verschiedenen Entzündungsprozessen im Körper. Es wird davon ausgegangen, dass dieses Ungleichgewicht in einem Zusammenhang mit Übergewicht und der Gewichtsregulierung steht. B. lactis fördert ein gesundes Gleichgewicht im Darm und unterstützt seine Schutzfunktion. Damit hält es die Bakterien weiter im Darm und mindert das Risiko an Entzündungen. Laut einer Studie änderte B.lactis als Probiotikum die Darmflora von Übergewichtigen Probanden zu der Darmflorazusammensetzung, die meist mit einem schlankeren Phänotyp assoziiert wird.  

    • Gewichtskontrolle: Durch positiven Einfluss auf die Darmgesundheit, beeinflusst B. lactis auch das Gewicht positiv. Supplementation mit B. lactis führt laut Studien zu einer signifikanten Verringerung der Gesamtkörperfettmasse, der Essensaufnahme und des Taillenumfangs. Die Fettablagerung wird insbesondere im Bauchbereich vermindert. Dies zeigt sich auch im BMI, der bei B. lactis Einnahme über längere Zeit verringert wurde. Durch Studien wird angenommen, dass die Fettablagerung gesenkt wird, durch positiven Einfluss von B.lactis auf den Fettsäurestoffwechsel. 

    • Immunsystem-Regulation: Es wird vermutet, dass B. lactis bei der Regulation der Immunabwehr gegenüber Krankheitserregern helfen kann. So zeigte sich bei Experimenten im Labor eine Verbesserung der Immunreaktion bei Erregern wie S. typhimurium, die meist an Lebensmittelvergiftungen aufgrund schlechter Essenshygiene beteiligt sind. Auch bei oxidativem Stress zeigte sich B. lactis in Ratten hilfreich. 

    • Atemwegssymptomen bei Erkältungen: Durch Studien an Klein- und Schulkinder geht man davon aus, dass B. lactis helfen könnte, die Widerstandsfähigkeit des Organismus gegen häufige Infektionen zu erhöhen, indem das Immunsystem gestärkt wird. Laut den Studien kann B.lactis ebenfalls die Häufigkeit und Dauer von Atemwegsinfektionen reduzieren. 

    • Blutdrucksenkung: In Kombination mit Lactobacillus rhamnosus reduzierte die Einnahme der Probiotika nach 16 Wochen Einnahme in einer Studie den Blutdruck durch Veränderung der Komposition der Darmflora. In Kombination mit den richtigen Probiotika könnte B. lactis daher eine positive Auswirkung haben auf den Blutdruck bei längerer Einnahme. 

    • Baby-Koliken: Als Baby- oder auch als Dreimonatskoliken bekannt, ist eine Phase, in der Babys übermäßig weinen, vermutlich durch Bauchschmerzen verursacht, die mit dem Mikrobiom im Darm zusammenhängen könnten. Die Zugabe von B. lactis an Babys, halbierte bei 80 Prozent die Länge der Schreiphasen. Auch der Stuhl verbesserte sich für die Babys. (Auch wenn B. lactis, als vorteilshaft für Kinder und Babys gilt, sollte vor Einnahme Absprache mit einem Arzt gehalten werden!) 

     

    Weitere Studien 

    Weitere gesundheitliche Vorteile, die in Studien gefunden wurden und vermutet werden:  

    • Typ-1-Diabetes: Laut einer Studie half eine Mischung verschiedener Probiotika, B. lactis inklusive, half eine 6-monatige Einnahme bei begleitender Insulintherapie, die Insulintherapie zu fördern. Die konventionelle Insulintherapie plus Probiotika, schwächte Diabetessymptome ab, durch bessere Stabilisierung des Blutzuckerspiegels und der Senkung des HbA1c-Wertes. Wichtig zu erwähnen ist, dass Probiotika keinesfalls eine Insulintherapie ersetzen, aber wohlmöglich die richtigen Probiotika diese fördern können! 

    • Weibliche Gesundheit: Zusammen mit weiteren Probiotika im Mix, zeigte B. lactis bei übergewichtigen Frauen in der Postmenopause positiven Einfluss auf Gefäßfunktion und Arteriensteifigkeit. Zusätzlich zeigte sich eine Verbesserung des Knochenstoffwechsels bei postmenopausaler Osteoporose mit verringerter Entzündung.  

    • Koronare Herzkrankheit: Die gleichzeitige Einnahme von B.lactis mit einem konventionellen Therapieschema (mit Atorvastatin und Metoprolol) bietet vermutlich zusätzliche Vorteile im Gegensatz zur alleinigen konventionellen Behandlung, durch beispielsweise Erhöhung von entzündungshemmenden mikrobiellen Spezies im Darm, Modulierung von der Konzentration bestimmter biologischer Metaboliten und weiteres. 

    • Unterstützt Fettstoffwechsel und Sportleistung: Bei einer 8-wöchingen B.lactis Supplementation kombiniert mit Training, zeigte sich bei den Skisportlern, eine positive Veränderung im Fettsäurestoffwechsel. Die Konzentration der Triglyceride, des LDL-C und der Gallensäuren wurde verringert, begleitet von einem erheblichen Anstieg an kurzkettigen Fettsäuren, die als gesund für den Körper zählen. Zusätzlich ging dies einher mit einer verbesserten Muskelstärke und Sauerstoffaufnahme unter Ausdauerbelastung einher. 

    • Reizdarmsyndrom: Zusammen mit Lactobacillus acidophilus half B.lactis Probanden, die Symptome des chronischen Reizdarmsyndroms zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern, insbesondere durch kürzere und schwächere Schmerzsymptome.  

    • Alzheimer: Als eine der Hauptauslöser für Alzheimer sind Beta-Amyloid Plaques im Gehirn. In einer 6-wöchigen Untersuchung an Mäusen wurde gefunden, dass die Einnahme von B.lactis die Beta-Amyloid Plaque-Belastung im gesamten Gehirn reduzierte. Zusätzlich sah man eine präventive Wirkung auf die Verbesserung des Arbeitsgedächtnisses. 

    Empfohlene Dosierungen und Anwendungshinweise 

    Die optimale Dosierung von Bifidobacterium lactis kann variieren, basierend auf dem individuellen Gesundheitszustand und dem gewünschten Effekt. Allgemein liegen die Dosierungen in Nahrungsergänzungsmitteln zwischen 1 und 2 Milliarden koloniebildenden Einheiten (KBE) pro Tag.  

    Ernährungsempfehlungen zur Unterstützung der Wirkung 

    Eine ballaststoffreiche Ernährung unterstützt die Wirkung von Probiotika meistens, da Präbiotika wie Ballaststoffe das Wachstum und die Aktivität von probiotischen Bakterien im Darm fördern. Lebensmittel wie Vollkornprodukte, Gemüse und Obst sind empfehlenswert. Zudem sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme geachtet werden.  

    Wir von AgilNature haben uns in unserem “SynbioticAgil” Produkt, dass dich mit Probiotika wie Bifidobacterium lactis versorgt, auch um Präbiotika gekümmert um die beste Wirkung zu entfalten. So enthält unser Produkt SynbioticAgil zusätzlich das Präbiotikum Inulin. 

    Gefahren bei Einnahme 

    Die Einnahme von Bifidobacterium lactis gilt als sicher in Bezug auf die Gesundheit, auch bei Älteren und Kindern. Seltener kann es jedoch bei einigen Probiotika zu Sepsis führen, bei bestimmten Risikogruppen. Menschen mit schwachem Immunsystem und Babys zählen zur Risikogruppe und sollten daher auf Einnahme verzichten, wenn keine Absprache mit einem Arzt stattfand.  

     

    Welche AgilNature® Produkte enthalten Bifidobacterium lactis? 

    Produkt 

    Menge 

    NRV* 

    SynbioticAgil 

    5,9 x 109 KBE pro Tagesration (6 Kapseln) 

    ** 

     

    *Nutrient Reference Value = Prozentsatz des Referenzwertes nach Anlage XIII der Lebensmittelinformationsverordnung VO (EG) Nr. 1169/2011. 

    ** Keine Empfehlung vorhanden. 

    *** KBE = Kolonie bildende Einheiten 

     

    Literatur: 

    1. Zhang Y, Zheng T, Ma D, Shi P, Zhang H, Li J, Sun Z.2023.Probiotics Bifidobacterium lactis M8 and Lactobacillus rhamnosus M9 prevent high blood pressure via modulating the gut microbiota composition and host metabolic products. mSystems8:e00331-23.   

    1. Uusitupa HM, Rasinkangas P, Lehtinen MJ, Mäkelä SM, Airaksinen K, Anglenius H, Ouwehand AC, Maukonen J. Bifidobacterium animalis subsp. lactis 420 for Metabolic Health: Review of the Research. Nutrients. 2020 Mar 25;12(4):892. 

    1. Stenman, L. K., Lehtinen, M. J., Meland, N., Christensen, J. E., Yeung, N., Saarinen, M. T., Courtney, M., Burcelin, R., Lähdeaho, M.-L., Linros, J., Apter, D., Scheinin, M., Smerud, H. K., Rissanen, A. & Lahtinen, S. (2016). Probiotic With or Without Fiber Controls Body Fat Mass, Associated With Serum Zonulin, in Overweight and Obese Adults—Randomized Controlled Trial. EBioMedicine, 13, 190–200.  

    1. Pedret A, Valls RM, Calderón-Pérez L, Llauradó E, Companys J, Pla-Pagà L, Moragas A, Martín-Luján F, Ortega Y, Giralt M, Caimari A, Chenoll E, Genovés S, Martorell P, Codoñer FM, Ramón D, Arola L, Solà R. Effects of daily consumption of the probiotic Bifidobacterium animalis subsp. lactis CECT 8145 on anthropometric adiposity biomarkers in abdominally obese subjects: a randomized controlled trial. Int J Obes (Lond). 2019 Sep;43(9):1863-1868. 

    1. Balaguer F, Enrique M, Llopis S, Barrena M, Navarro V, Álvarez B, Chenoll E, Ramón D, Tortajada M, Martorell P. Lipoteichoic acid from Bifidobacterium animalis subsp. lactis BPL1: a novel postbiotic that reduces fat deposition via IGF-1 pathway. Microb Biotechnol. 2022 Mar;15(3):805-816.   

    1. Ban OH, Lee M, Bang WY, Nam EH, Jeon HJ, Shin M, Yang J, Jung YH. Bifidobacterium lactis IDCC 4301 Exerts Anti-Obesity Effects in High-Fat Diet-Fed Mice Model by Regulating Lipid Metabolism. Mol Nutr Food Res. 2023 Feb;67(3):e2200385. 

    1. Cheng J, Laitila A, Ouwehand AC. Bifidobacterium animalis subsp. lactis HN019 Effects on Gut Health: A Review. Front Nutr. 2021 Dec 14;8:790561. 

    1. Jungersen M, Wind A, Johansen E, Christensen JE, Stuer-Lauridsen B, Eskesen D. The Science behind the Probiotic Strain Bifidobacterium animalis subsp. lactis BB-12(®). Microorganisms. 2014 Mar 28;2(2):92-110. 

    1. Michels M, Córneo E, Cucker L, Simon CS, de Jesus GFA, Michels C, Madeira K, Voytena AP, Rossetto M, Ramlov F, de Castro Damásio D, Dal-Pizzol F. Bifidobacterium lactis CCT 7858 Improves Gastrointestinal Symptoms by Antibiotics Treatment: a Double-Blind, Randomized, Placebo-Controlled Trial. Probiotics Antimicrob Proteins. 2023 Jun;15(3):738-748. 

    1. Xu B, Liang S, Zhao J, Li X, Guo J, Xin B, Li B, Huo G, Ma W. Bifidobacterium animalis subsp. lactis XLTG11 improves antibiotic-related diarrhea by alleviating inflammation, enhancing intestinal barrier function and regulating intestinal flora. Food Funct. 2022 Jun 6;13(11):6404-6418.   

    1. Vitheejongjaroen P, Kasorn A, Puttarat N, Loison F, Taweechotipatr M. Bifidobacterium animalis MSMC83 Improves Oxidative Stress and Gut Microbiota in D-Galactose-Induced Rats. Antioxidants (Basel). 2022 Oct 29;11(11):2146. 

    1. Nocerino R, De Filippis F, Cecere G, Marino A, Micillo M, Di Scala C, de Caro C, Calignano A, Bruno C, Paparo L, Iannicelli AM, Cosenza L, Maddalena Y, Della Gatta G, Coppola S, Carucci L, Ercolini D, Berni Canani R. The therapeutic efficacy of Bifidobacterium animalis subsp. lactis BB-12® in infant colic: A randomised, double blind, placebo-controlled trial. Aliment Pharmacol Ther. 2020 Jan;51(1):110-120. 

    1. Wang, C. H., Yen, H. R., Lu, W. L., Ho, H. H., Lin, W. Y., Kuo, Y. W., Huang, Y. Y., Tsai, S. Y., & Lin, H. C. (2022). Adjuvant Probiotics of Lactobacillus salivarius subsp. salicinius AP-32, L. johnsonii MH-68, and Bifidobacterium animalis subsp. lactis CP-9 Attenuate Glycemic Levels and Inflammatory Cytokines in Patients With Type 1 Diabetes Mellitus. Frontiers in endocrinology, 13, 754401. 

    1. Siddiqui R, Makhlouf Z, Alharbi AM, Alfahemi H, Khan NA. The Gut Microbiome and Female Health. Biology (Basel). 2022 Nov 21;11(11):1683.   

    1. Sun B, Ma T, Li Y, Yang N, Li B, Zhou X, Guo S, Zhang S, Kwok LY, Sun Z, Zhang H. Bifidobacterium lactis Probio-M8 Adjuvant Treatment Confers Added Benefits to Patients with Coronary Artery Disease via Target Modulation of the Gut-Heart/-Brain Axes. mSystems. 2022 Apr 26;7(2):e0010022. 

    1. Li T, Rui Z, Mao L, Chang Y, Shao J, Chen Y, Han Q, Sui X, An N, Li H, Feng H, Jiang T, Wang Q. Eight Weeks of Bifidobacterium lactis BL-99 Supplementation Improves Lipid Metabolism and Sports Performance through Short-Chain Fatty Acids in Cross-Country Skiers: A Preliminary Study. Nutrients. 2023 Oct 27;15(21):4554.   

    1. Martoni CJ, Srivastava S, Leyer GJ. Lactobacillus acidophilus DDS-1 and Bifidobacterium lactis UABla-12 Improve Abdominal Pain Severity and Symptomology in Irritable Bowel Syndrome: Randomized Controlled Trial. Nutrients. 2020 Jan 30;12(2):363. 

    1. Zhao F, Guo Z, Kwok LY, Zhao Z, Wang K, Li Y, Sun Z, Zhao J, Zhang H. Bifidobacterium lactis Probio-M8 improves bone metabolism in patients with postmenopausal osteoporosis, possibly by modulating the gut microbiota. Eur J Nutr. 2023 Mar;62(2):965-976. 

    1. Cao J, Amakye WK, Qi C, Liu X, Ma J, Ren J. Bifidobacterium Lactis Probio-M8 regulates gut microbiota to alleviate Alzheimer's disease in the APP/PS1 mouse model. Eur J Nutr. 2021 Oct;60(7):3757-3769. 

    1. Tsai HY, Wang YC, Liao CA, Su CY, Huang CH, Chiu MH, Yeh YT. Safety and the probiotic potential of Bifidobacterium animalis CP-9. J Food Sci. 2022 May;87(5):2211-2228.   

  • Agil Nature

    Brennnessel

    Herkunft und Geschichte

    Die Gattung der Brennnesseln (Urtica) umfasst weltweit bis zu 70 Arten. Das auffälligste Merkmal ist die Brennhaare auf der Pflanze, die bei Berührung schmerzhafte Schwellungen auf der Haut verursachen können. Nichtsdestotrotz mieden die Menschen auch schon seit Frühzeiten die Pflanze nicht und machten sie sich zu Nutze. In der Bronzezeit wurden in einigen Regionen aus der Brennnessel Fasern für beispielsweise Kleidung hergestellt. Auch heute wird der Großteil als Faserpflanze angebaut. Die Pflanze findet sich auch in vielen unterschiedlichen Folkloren und traditionellen Gerichten weltweit wieder. Zudem hat es auch eine lange Geschichte in der Verwendung als Heilpflanze, wodurch sich viele Aberglauben und Bräuche entwickelten. 

    Eigenschaften 

    In Speisen besitzt die Brennnessel neben seinem angenehmen, feinsäuerlichen Geschmack sehr viele Nährstoffe wie einen hohen Gehalt an Flavonoiden, Magnesium, Kalium, Silizium, Vitamin A & C und Proteinen. Tatsächlich enthält die Pflanze etwa doppelt so viel Vitamin C wie Orangen und bis zu 30% der Trockenmasse besteht aus Proteinen. 

    Die medizinischen Anwendungen und gesundheitlichen Vorteile von der Pflanze sind sehr vielfältig. Dabei entgiftet, fördert und erregt die Brennnessel den Stoffwechsel. Eigenschaften und Wirkungen die bekannt sind so wie auch in Studien untersucht wurden sind: 

    - Einfluss auf das zentrale Nervensystem:  

    Die Komponenten der Brennnessel haben eine neuroprotektive Wirkung und können das Überleben von Gehirnzellen sichern. Zusätzlich schützen sie durch ihre antioxidative Wirkung vor Schäden. Eine Studie legt nahe, dass Brennnessel auch einen positiven Effekt auf die Lernleistung hat. In Mäusen zeigte eine Gabe von Brennnesselextrakt eine antidepressive Wirkung, aufgrund dessen auch ein Potential vermutet wird bei stressausgelösten neurologischen Krankheiten. 

    - Einfluss auf das Herz-Kreislaufsystem: 

    Brennnessel-Extrakt kann aufgrund seiner gefäßerweiternden Wirkung eine Senkung des Herzschlags und des Blutdrucks bewirken, was bei hohem Blutdruck von Vorteil sein kann. Die enthaltenen Flavonoide wirken der Bildung von Blutgerinnseln in den Gefäßen entgegen, die andernfalls zu Thrombosen oder Schlaganfällen führen können. Das erhaltene Wissen aus Studien belegt den traditionellen Nutzen der Pflanze bei der Prävention und/oder Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. 

    - Einfluss auf das Immunsystem:  

    Inhalte der Brennnesseln haben sich als entzündungshemmend und immunstimulierend erwiesen. Auch bei neuronalen Entzündungen wirkt es hemmend, was zu der neuroprotektiven Eigenschaft beiträgt. Zusätzlich wurden auch antimikrobielle, antifungale, und bei einigen Viren, antivirale Wirkungen gefunden. 

    - Einfluss beim metabolischen Syndrom:  

    Das metabolische Syndrom beschreibt eine Gruppe von Symptomen, die gemeinsam auftreten. Dazu gehören Übergewicht, Bluthochdruck sowie Störungen des Zucker- und Fettstoffwechsels. Studien an diabetischen Mäusen haben gezeigt, dass Brennnessel den Blutzucker senkt, Insulinsekretion stimuliert und damit das Insulinlevel im Blut steigen lässt und einer Insulinresistenz entgegenwirken kann. Es bietet damit einen vielversprechenden Ansatz als Behandlungsmöglichkeit gegen Diabetes. 

    Auch bei erhöhten Blutfettwerten zeigt es sich effektiv. Brennnessel senkt nämlich den Cholesteringehalt im Blut. Dabei senkt es das als “ungesund” geltende LDL-Cholesterin und erhöht das gesunde HDL-Cholesterin.  Es zeigt sich somit auch unterstützend in Bezug auf den Fettstoffwechsel. 

    - Einfluss auf das Verdauungssystem: 

    Eine längere Einnahme von Brennnesseln bietet eine protektive Maßnahme gegen chronische Colitis. Doch bei schon existierenden chronischen Erkrankungen wie IBD, führt Brennnessel zu einem positiven Effekt durch die immunmodulierende Wirkung der Pflanze. 

    - Krebshemmende Wirkung:  

    Bei Untersuchungen von Prostatakrebs als auch Burstkrebs, wurden anti-tumorale Fähigkeiten von Brennnessel gefunden. Sie hemmen das Krebszellwachstum und bieten zudem Schutz vor Krebsbildung. Die Wirkstoffe der Brennnessel wirkten bei Exposition von Mäusen zu Karzinogenen chemopräventiv und anti-mutagen. 

    In Versuchen wurde gefunden, dass Brennnesselextrakt (spezifischer Urtica dioica) die Sensibilität von Brustkrebszellen auf Behandlungen mit Cisplatin und auch Paclitaxel gesteigert hat. Bei Brustkrebsbehandlung könnte demnach eine zusätzliche Brennnessel Einnahme die Behandlung positiv beeinflussen. Zusätzlich hat das Extrakt Potential Nebenwirkungen wie Leber- & Nierenschäden von einer Cisplatin Behandlung entgegenzuwirken. 

    - Organschützend:  

    Brennnessel wirkt antioxidativ. Dies ermöglicht einen Schutz von Organen und mit ihnen assoziierten Krankheiten. Zu den Organen zählen mitunter Gehirn, Leber, Lunge, Niere, Eierstöcke und Gebärmutter. 

    - Schmerzlindernde Wirkung (Auch bei rheumatischen Erkrankungen) 

    - Potentielle Hilfe bei Haarverlust 

    - Unterstützt die Wundheilung 

     

    Mögliche Nebenwirkungen 

    Aufgrund der herzschlag- und blutdrucksenkenden Wirkung der Brennnessel wird kein hoher Konsum der Pflanze empfohlen. 

    Aufgrund des Einflusses auf Blutzucker und –druck, sollte bei Einnahme entsprechender Medikamente auch eine gefährliche Interaktion ausgeschlossen werden und sich bei einem Arzt beraten lassen. Personen, die Blutverdünner oder Medikamente zur Blutdruckkontrolle einnehmen, sollten ebenfalls Vorsicht walten lassen, da Brennnesseln die Wirkung dieser Medikamente beeinflussen können. 

      

    Brennnessel führt auch zu einem häufigeren Wasserlassen. 

    Obwohl der Brennnessel in der traditionellen Medizin eine abtreibende Wirkung und eine Beeinflussung des Menstruationszyklus nachgesagt wird, zeigt die orale Verabreichung von 250 mg/kg Brennnessel an Mäuse keine abtreibende Wirkung. Es fehlen jedoch noch eindeutige Beweise entgegen der abtreibenden Wirkung, daher sollte Brennesseleinnahme während der Schwangerschaft oder bei stillenden Frauen und Kindern vollständig vermieden werden. 

     

    Interaktionen 

    Mögliche Interaktionen des Brennnessels mit Medikamenten gegen rheumatoide Arthritis, erhöhtem Blutzucker & -druck, und Depressionen sowie Sedativen ist möglich. Daher wird von einer gemeinsamen Einnahme abgeraten oder eine vorherige Beratung empfohlen. 

     

    Welche AgilNature® Produkte enthalten Brennnesselpulver? 

    Produkt 

    Menge 

    NRV* 

    DetoxAgil 

    300 mg pro Tagesration (à 6 Kapseln) 

    ** 

     

    *Nutrient Reference Value = Prozentsatz des Referenzwertes nach Anlage XIII der Lebensmittelinformationsverordnung VO (EG) Nr. 1169/2011. 

    ** Keine Empfehlung vorhanden.   

     

    Literatur: 

    1. Randall, Colin (2004). Kavalali, Gulsel M (ed.). Historical and modern uses of Urtica (pages 12-14). In: Urtica: The genus Urtica. CRC Press, Inc. pp. 12–14. ISBN 0203017927. 
    2. Wolska J, Czop M, Jakubczyk K, Janda K: Influence of temperature and brewing time of nettle (Urtica dioica L.) infusions on vitamin C content. Rocz Panstw Zakl Hig. 2016;67(4):367-371 
    3. Jerzy Lutomski, Henryk Speichert: Die Brennessel in Heilkunde und Ernährung. In: Pharmazie in unserer Zeit. Band 12, Nr. 6, 1983, S. 181–186. 
    4. Dhouibi R, Affes H, Ben Salem M, Hammami S, Sahnoun Z, Zeghal KM, Ksouda K. Screening of pharmacological uses of Urtica dioica and others benefits. Prog Biophys Mol Biol. 2020 Jan;150:67-77. 
    5. Semwal P, Rauf A, Olatunde A, Singh P, Zaky MY, Islam MM, Khalil AA, Aljohani ASM, Al Abdulmonem W, Ribaudo G. The medicinal chemistry of Urtica dioica L.: from preliminary evidence to clinical studies supporting its neuroprotective activity. Nat Prod Bioprospect. 2023 May 12;13(1):16.   
    6. Devkota HP, Paudel KR, Khanal S, Baral A, Panth N, Adhikari-Devkota A, Jha NK, Das N, Singh SK, Chellappan DK, Dua K, Hansbro PM. Stinging Nettle (Urtica dioica L.): Nutritional Composition, Bioactive Compounds, and Food Functional Properties. Molecules. 2022 Aug 16;27(16):5219. 
    7. Taheri Y, Quispe C, Herrera-Bravo J, Sharifi-Rad J, Ezzat SM, Merghany RM, Shaheen S, Azmi L, Prakash Mishra A, Sener B, Kılıç M, Sen S, Acharya K, Nasiri A, Cruz-Martins N, Tsouh Fokou PV, Ydyrys A, Bassygarayev Z, Daştan SD, Alshehri MM, Calina D, Cho WC. Urtica dioica-Derived Phytochemicals for Pharmacological and Therapeutic Applications. Evid Based Complement Alternat Med. 2022 Feb 24;2022:4024331. 
    8. Zamani-Garmsiri F, Akmali M, Gohari A, Zal F, Seghatoleslam A. Urtica dioica (Gazaneh) distillate restores glucose metabolism in diabetic rats. Int J Prev Med. 2023 May 27;14:68.   
    9. Samakar B, Mehri S, Hosseinzadeh H. A review of the effects of Urtica dioica (nettle) in metabolic syndrome. Iran J Basic Med Sci. 2022 May;25(5):543-553.  
    10. Nafeh G, Abi Akl M, Samarani J, Bahous R, Al Kari G, Younes M, Sarkis R, Rizk S. Urtica dioica Leaf Infusion Enhances the Sensitivity of Triple-Negative Breast Cancer Cells to Cisplatin Treatment. Pharmaceuticals (Basel). 2023 May 23;16(6):780. 
    11. Karakol P, Saraydin SU, Bozkurt M, Hepokur C, Inan ZDS, Turan M. Anticancer Effects of Urtica Dioica in Breast Cancer. Asian Pac J Cancer Prev. 2022 Feb 1;23(2):673-681. 
    12. Esposito S, Bianco A, Russo R, Di Maro A, Isernia C, Pedone PV. Therapeutic Perspectives of Molecules from Urtica dioica Extracts for Cancer Treatment. Molecules. 2019 Jul 29;24(15):2753. 
    13. Jaiswal V, Lee HJ. Antioxidant Activity of Urtica dioica: An Important Property Contributing to Multiple Biological Activities. Antioxidants (Basel). 2022 Dec 19;11(12):2494.   
    14. Gasmi A, Mujawdiya PK, Beley N, Shanaida M, Lysiuk R, Lenchyk L, Noor S, Muhammad A, Strus O, Piscopo S, Komisarenko A, Fedorovska M, Bjørklund G. Natural Compounds Used for Treating Hair Loss. Curr Pharm Des. 2023;29(16):1231-1244. 
    15. Kasouni AI, Chatzimitakos TG, Stalikas CD, Trangas T, Papoudou-Bai A, Troganis AN. The Unexplored Wound Healing Activity of Urtica dioica L. Extract: An In Vitro and In Vivo Study. Molecules. 2021 Oct 15;26(20):6248. 
  • Agil Nature

    Bacillus Coagulans

    Bacillus coagulans, früher fälschlicherweise als Lactobacillus sporogenes bezeichnet, ist ein gram-positives Bakterium der Familie Bacillaceae, dass die Fähigkeit hat Sporen zu formen. Durch die Sporen hat es die Möglichkeit für einen bestimmten Zeitraum im Darm zu vermehren und damit länger seinen Effekt zu zeigen. Es wird von der FDA generell als sicher eingestuft. 

    Wofür ist Bacillus Coagulans

    Bacillus coagulans findet Einsatz als Probiotikum. Als Probiotika bezeichnet man lebende Mikroorganismen, die in gewissen Mengen, Vorteile für die Gesundheit bieten. Dank seiner Fähigkeit Sporen zu bilden, weist es eine bessere Überlebensmöglichkeit auf als andere traditionelle Probiotika wie Lactobacillus zum Beispiel. Vorteilhafte Wirkungen des Bakteriums die bisher entdeckt wurden sind und als Probiotikum interessant sind: 

    • Verdauungshilfe: B. coagulans bildet verschiedene Enzyme, die uns mit der Verdauung und dem Stuhlgang helfen. Mitunter Enzyme, die Laktose verdauen können, sodass eine Linderung der Laktoseintoleranz möglich ist 
    • Antibakterielle Aktivität: B. coagulans bildet antibakterielle Stoffe, die des Wachstums krankheitserregender Darmbakterien inhibieren und stattdessen vorteilhafte Bakterien in unserem Darm besser wachsen lässt 
    • Immunsystem-Regulation: B. coagulans kann die Aktivität des Immunsystems normalisieren und damit einen positiven Effekt auf das Immunsystem haben 

     

    Genauere gesundheitliche Vorteile, die in Studien gefunden wurden,  

    • Cholesterinsenkung: B. coagulans senkt das Cholesterol im Blut und hat Gewichtzunahme bei einer fettigen Ernährung in Mäusen reduziert. 
    • Entzündungshemmung: Durch Regulation des Immunsystems schützte eine B. coagulans Zugabe in Mäusen vor Entzündungen und oxidativen Schäden im Darm. Auch in immunsupressiven Mäusen, so wie es nach einer Chemotherapie passieren kann, hat das Probiotikum einen positiven Effekt auf das Immunsystem gezeigt.  
    • Rheumapatienten: Dies zusammen mit den anti-entzündlichen Eigenschaften des Bakteriums indizierte in einer Studie, die Schmerz- und Symptomverbesserung bei Rheumapatienten, bei denen Gelenke entzündet sind. 
    • Reizdarmsyndrom (IBS): Da B. coagulans einen guten regulierenden Effekt auf unser Darmmikrobiom hat, mit dem viele Krankheiten assoziiert sind, hat eine Einnahme dieses Probiotikums in Patienten mit der chronischen Darmentzündung “Reizdarmsyndrom” (Irritable Bowel Syndrome,IBS), die Schmerzen und Blähungen signifikant gemindert sowie die Lebensqualität verbessert durch Minderung anderer Krankheitssymptome. Ein möglicher Auslöser für Darmassoziierte Krankheiten kann mitunter die häufigere Einnahme von Antibiotika sein, da dies unser Mikrobiom durcheinander bringen kann.  
    • Antibiotika-assoziierte Probleme: B. coagulans verhinderte die Störung des Mikrobioms und Antibiotika assoziierten Durchfall in 71% der Kinder, während in der Versuchsgruppe es nur 38% waren. 
    • Hautgesundheit: Zusätzlich wurde in Mäusen eine Verbesserung des Hautbilds und der Hautalterung entdeckt bei B. coagulans Einnahme.

     

     

    Vergleich mit anderen Probiotika 

    Bacillus coagulans unterscheidet sich von anderen Probiotika wie Lactobacillus oder Bifidobacterium durch seine Fähigkeit, Sporen zu bilden. Diese Sporen sind extrem hitze- und säureresistent, was Bacillus coagulans ermöglicht, die Passage durch den sauren Magen zu überleben und den Darm in aktiver Form zu erreichen. Im Vergleich dazu sind viele andere Probiotika empfindlicher gegenüber Magensäure und erfordern spezielle Überzugstechniken, um effektiv in den Darm zu gelangen. 

    Empfohlene Dosierungen und Anwendungshinweise 

    Die optimale Dosierung von Bacillus coagulans kann variieren, basierend auf dem individuellen Gesundheitszustand und dem gewünschten Effekt. Allgemein liegen die Dosierungen in Nahrungsergänzungsmitteln zwischen 1 und 2 Milliarden koloniebildenden Einheiten (KBE) pro Tag. Für spezifische Anwendungen, wie die Behandlung von Reizdarmsyndrom, können höhere Dosierungen angemessen sein.   

    Ernährungsempfehlungen zur Unterstützung der Wirkung 

    Eine ballaststoffreiche Ernährung unterstützt die Wirkung von Bacillus coagulans, da Präbiotika wie Ballaststoffe das Wachstum und die Aktivität von probiotischen Bakterien im Darm fördern. Lebensmittel wie Vollkornprodukte, Gemüse und Obst sind empfehlenswert. Zudem sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme geachtet werden. 

    Welche AgilNature® Produkte enthalten Bacillus coagulans? 

    Produkt 

    Menge 

    NRV* 

    ProtectAgil 

    2 x 109 KBE*** 

    ** 

     

    *Nutrient Reference Value = Prozentsatz des Referenzwertes nach Anlage XIII der Lebensmittelinformationsverordnung VO (EG) Nr. 1169/2011. 

    ** Keine Empfehlung vorhanden. 

    *** KBE = Kolonie bildende Einheiten 

     

    Literatur: 

    1. Lee NK, Kim WS, Paik HD. Bacillus strains as human probiotics: characterization, safety, microbiome, and probiotic carrier. Food Sci Biotechnol. 2019 Oct 8;28(5):1297-1305. 
    2. Jiang Cao, Zhiming Yu, Wenyin Liu, Jianxin Zhao, Hao Zhang, Qixiao Zhai, Wei Chen, Probiotic characteristics of Bacillus coagulans and associated implications for human health and diseases, Journal of Functional Foods, Volume 64, 2020, 103643, ISSN 1756-4646. 
    3. Aminlari, L., Shekarforoush, S.S., Hosseinzadeh, S. et al. Effect of Probiotics Bacillus coagulans and Lactobacillus plantarum on Lipid Profile and Feces Bacteria of Rats Fed Cholesterol-Enriched Diet. Probiotics & Antimicro. Prot. 11, 1163–1171 (2019). 
    4. Hun L. Bacillus coagulans significantly improved abdominal pain and bloating in patients with IBS. Postgrad Med. 2009 Mar;121(2):119-24.   
    5. La Rosa M, Bottaro G, Gulino N, et al. [Prevention of antibiotic-associated diarrhea with Lactobacillus sporogens and fructo-oligosaccharides in children. A multicentric double-blind vs placebo study] Minerva Pediatrica. 2003 Oct;55(5):447-452. 
    6. Gupta AK, Maity C. Efficacy and safety of Bacillus coagulans LBSC in irritable bowel syndrome: A prospective, interventional, randomized, double-blind, placebo-controlled clinical study [CONSORT Compliant]. Medicine (Baltimore). 2021 Jan 22;100(3):e23641. 
    7. Wang Y, Lin J, Cheng Z, Wang T, Chen J, Long M. Bacillus coagulans TL3 Inhibits LPS-Induced Caecum Damage in Rat by Regulating the TLR4/MyD88/NF-κB and Nrf2 Signal Pathways and Modulating Intestinal Microflora. Oxid Med Cell Longev. 2022 Feb 7;2022:5463290. 
    8. Zhao Z, Sun M, Cui X, Chen J, Liu C, Zhang X. Bacillus coagulans MZY531 alleviates intestinal mucosal injury in immunosuppressive mice via modulating intestinal barrier, inflammatory response, and gut microbiota. Sci Rep. 2023 Jul 10;13(1):11181.   
    9. Mandel DR, Eichas K, Holmes J. Bacillus coagulans: a viable adjunct therapy for relieving symptoms of rheumatoid arthritis according to a randomized, controlled trial. BMC Complement Altern Med. 2010 Jan 12;10:1. 
    10. Hiramoto K, Kubo S, Tsuji K, Sugiyama D, Iizuka Y, Hamano H. The Effect of Bacillus coagulans Induced Interactions among Intestinal Bacteria, Metabolites, and Inflammatory Molecules in Improving Natural Skin Aging. Dermatopathology (Basel). 2023 Sep 28;10(4):287-302.   
  • Agil Nature

    Biotin (Vitamin B7 / Vitamin H)

    Biotin ist ein wasserlösliches Vitamin, das zu der Vitamin B- Gruppe zählt. Es ist auch bekannt als Vitamin B7 oder Vitamin H. Als ein Coenzym ist es an zahlreichen Stoffwechselprozessen im Körper beteiligt. Dies bedeutet, dass viele Enzyme, die verschiedene Stoffwechselschritte durchführen, auf Biotin angewiesen sind und ohne es nicht funktionieren können. Unser Körper kann dieses Vitamin nicht selber produzieren und daher muss es durch die Nahrung aufgenommen werden. 

     

    Biotin als Coenzym

    Biotin wird als Coenzym vielseitig eingesetzt und ist beteiligt an Reaktionen innerhalb des Energiestoffwechsels, der Fettsäuren Synthese, der Cholesterol Synthese, der Gluconeogenese und des Abbaus von ungeradzahligen Fettsäuren und von den Aminosäuren Leucin, Isoleucin, Valin, Methionin und Threonin. Hierbei wird bei den Enzymreaktionen eine chemische Gruppe übertragen auf andere Gruppen und Biotin dient als “zwischenzeitlicher Halter” um diese Übertragungen zu ermöglichen. Somit ermöglicht Biotin die Bildung von Fettsäuren in unserem Körper, die Produktion von Zucker in unserem Körper und die Energiegewinnung daraus. Ohne Biotin fehlt unserem Körper die Energie. 

    Zusätzlich ist Biotin beteiligt an der Regulation der Genexpression, Zellteilung und Reparatur von DNA-Schäden. Daraus resultiert auch Biotins Rolle bei dem Wachstum von Blut- und Nervenzellen, Talgdrüsen sowie Haut, Haaren und Nägeln. 

    Biotin ist somit unerlässlich für essentielle Funktionen in unserem Körper und die Wichtigkeit zeigt sich auch in der Beobachtung einer Studie, bei der gefunden wurde, dass selbst bei starkem Biotin Entzug, unser Körper die Aufnahme und Funktion in Leber und Nieren runterreguliert, um die Verfügbarkeit für das Hirn zu gewährleisten. 

     

    Biotin – die wichtigsten Aufgaben in Kürze  

    Von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) sind durch wissenschaftliche Studien folgende Vitamin B6 bezogene gesundheitliche Angaben bewertet und zugelassen: 

    • Biotin trägt zu einem normalen energiereichen Stoffwechsel bei. 
    • Biotin trägt zur normalen Funktion des Nervensystems bei. 
    • Biotin trägt zu einem normalen Makronährstoff-Stoffwechsel bei. 
    • Biotin trägt zu einer normalen psychologischen Funktion bei. 
    • Biotin trägt zur Erhaltung von normalem Haar bei. 
    • Biotin trägt zur Erhaltung normaler Schleimhäute bei. 
    • Biotin trägt zur Erhaltung einer normalen Haut bei. 

    Dein täglicher Bedarf an Biotin 

    Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für Jugendliche über 15 Jahren und Erwachsene eine Zufuhr von 40 µg pro Tag. Stillende Frauen haben einen erhöhten Bedarf von 45 µg pro Tag. 

     

    Biotin findet sich natürlicherweise in zahlreichen Lebensmitteln wieder, so wie in: Leber und Niere, Nüsse und Sonnenblumenkerne, (gekochte) Eier, vor allem Eigelb, Sojabohnen, Haferflocken und Pilze. Ebenso Milch & Milchprodukte und Mehrfruchsäfte. 

     

    Ein ernährungsbedingter Biotin-Mangel tritt selten auf. Ausnahmen sind bei einer sehr einseitigen Ernährung mit hohem Konsum an rohem Eiklar. Im rohen Eiklar befindet sich Avidin, das Biotin bindet und somit die Aufnahme in den Körper hindert. Avidin wird beim Kochen inaktiviert und somit findet sich dieses Problem nicht wieder bei gekochten Eiern. 

    Gründe für eine beeinträchtigte Biotinaufnahme bzw. Geförderten Biotinabbau sind hoher Alkoholkonsum, Rauchen und Einnahme von Antikonvulsiva (Medikamente zur Verhinderung von epileptischen Anfällen).  

    Ein Biotinmangel kann auch bei einer Stoffwechselerkrankung erfolgen, bei der das Enzym Biotinidase fehlt. Biotin ist nach der Nahrungsaufnahme nicht direkt vorhanden für uns, sondern an Proteine gebunden und das Vitamin muss zuerst von ihnen abgespalten werden mithilfe des Enzyms Biotinidase. Das Fehlen des Enzyms wird üblicherweise jedoch beim Neugeborenenscreening überprüft, um eine frühzeitige Behandlung zu ermöglichen und Folgeschäden sowie einen möglichen tödlichen Verlauf zu verhindern. 

     

    Eine hochdosierte Zufuhr von 20 mg Biotin pro Tag hat bisher keine negativen Effekte auf Menschen gezeigt. 

     

    Wie sich ein Biotin-Mangel äußern kann  

    Die Mangelerscheinungen sind bei Biotin zahlreich und fangen bei Symptomen wie dünner werdendes Haar mit fortschreitendem Verlust aller Haare am Körper, schuppiger, roter Ausschlag um Körperöffnungen (Augen, Mund, Nase, Damm), Bindehautentzündung, brüchige Nägel, Hautinfektionen, allgemeines Schwächegefühl an, bis sie sich im fortgeschrittenen Stadium äußern in Krampfanfälle, Depression, Halluzinosen, Missempfindungen und Entwicklungsverzögerung bei Säuglingen. Ohne genügend Biotin ändert sich das Verhalten des Hirns und man fühlt sich verwirrt und außer sich. Somit hat man viele neurologische Störungen, die sich entwickeln können. 

     

    Bei der angeborenen Stoffwechselerkrankung, bei der Biotinidase fehlt, können sich Störungen des Hör- und Sehvermögens, Entwicklungsstörungen, Hautveränderungen, Haarausfall (Alopezie), Krämpfen, niedrigem Blutdruck und Ketoazidose (Übersäuerung) ergeben bei nicht Behandlung sowie ein tödlicher Verlauf aufgrund der Symptome. 

     

     

    Welche AgilNature® Produkte enthalten Vitamin B2? 

    Produkt 

    Menge 

    NRV* 

    ProtectAgil 

    22,5 μg pro Tagesration (à 3 Kapseln) 

    45% 

    DermAgil Beauty 

    80 µg pro Tagesration (à 1 Kapsel)   

    160% 

    *Nutrient Reference Value = Prozentsatz des Referenzwertes nach Anlage XIII der Lebensmittelinformationsverordnung VO (EG) Nr. 1169/2011. 

     

    Literatur: 

    1. Biotin. DGE. https://www.dge.de/gesunde-ernaehrung/faq/biotin/#c5041 (abgerufen am 15.12.2023) 
    2. León-Del-Río A. Biotin in metabolism, gene expression, and human disease. J Inherit Metab Dis. 2019 Jul;42(4):647-654. 
    3. Gesundheitskasse, A.-. D. (2023, May 24). Biotin: Das Vitamin für die Schönheit? AOK - Die Gesundheitskasse. https://www.aok.de/pk/magazin/ernaehrung/vitamine/biotin-das-vitamin-fuer-die-schoenheit/ 
    4. Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 (Health Claims)   
  • Agil Nature

    Brokkoli

    Brokkoli (Brassica oleracea var. italica) gehört zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae), wie auch alle anderen Kohlarten. Aber auch der (Meer-)Rettich, Radieschen, Kresse, Rucola oder Senf gehören dazu (1). Ursprünglich stammen alle Kohlarten von der Wildfrom Brassica oleracea var. oleracea ab, deren Herkunft der Mittelmeerraum und die Westküsten Europas ist. Erst seit dem 20. Jahrhundert erfährt der Brokkoli größere Anbaubedeutung. Heutzutage kann er in den meisten Ländern der Erde angebaut werden, so auch in Deutschland. Brokkoli wird vor Allem aufgrund seiner Inhaltstoffe sehr geschätzt. Er ist reich an Mineralstoffen, wie Kalium, Calcium, Phosphor und Eisen, aber auch an Vitaminen (Provitamin A, Vitamin C, B-Vitaminen und Folsäure) (2). Die wohl wichtigsten Inhaltsstoffe sind jedoch die Glucosinolate (Senfölglykoside). Ihnen bzw. ihren Abbauprodukten den Isothiocyanaten (Senfölen) werden antioxidative und sogar krebshemmende Eigenschaften zugeschrieben. Das in Brokkoli vorkommende Senföl ist Sulforaphan (1, 2, 3). 

     

    Glucosinolate, Isothiocyanate und Sulforaphan

    Glucosinolate, auch Senfölglykoside genannt, gehören, wie z.B. die phenolischen Verbindungen der Olive, zu den sekundären Pflanzenstoffen und kommen in allen Kreuzblütlern vor (1, 3).

    Isothiocyanate, auch Senföle genannt, sind die aktiven Abbauprodukte der Glucosinolate. Sie entstehen meist erst bei der Verarbeitung des Gemüses. Sobald eine Pflanzenzelle geschädigt wird, z.B. durch Schneiden oder Beißen, wird das Enzym Myrosinase freigesetzt, das das Glucosinolat zu einem Senföl spaltet. Myrosinase ist aber nicht nur in Kreuzblütlern selbst enthalten, sondern auch in unserer Darmflora. Senföle sind u.a. für den scharfen, teilweise bitteren Geschmack und typischen Geruch der Kreuzblütler verantwortlich (1).

    Sulforaphan ist das Senföl, das in Brokkoli vorkommt. Es entsteht mithilfe der Myrosinase aus dem Glucosinolat Glucoraphanin. Sulforaphan soll antioxidative, entzündungs- und tumorhemmende Eigenschaften besitzen (1). Das soll vor allem an der Aktivierung von Phase-II-Enzymen und antioxidativen Faktoren liegen (4)

     

     

    Wie die Phase-II-Enzyme zum Detox beitragen:

    Mit der Nahrung werden dem Körper auch viele Stoffe zugeführt, die nicht gebraucht werden oder sogar toxisch sein können. Damit sich diese meist fettlöslichen Fremdstoffe nicht im Körper anreichern, gibt es einen ganz bestimmten Prozess, den Fremdstoffmetabolismus (auch Biotransformation). Hierbei werden die Stoffe ausreichend wasserlöslich gemacht, um sie anschließend über die Niere und die Galle ausscheiden zu können. Dieser Vorgang wird in 3 Phasen unterteilt: Phase I – Modifikation, Phase II – Konjugation und Phase III – Elimination. Im ersten Schritt wird der Fremdstoff modifiziert (Phase-I-Enzyme). Manche Medikamente entfalten dadurch erst ihre Wirkung, aber der Stoff kann auch reaktiver oder sogar toxischer werden. Nichtsdestotrotz ist dieser Schritt nötig, damit der Fremdstoff im nächsten Schritt durch die Phase-II-Enzyme wasserlöslich gemacht werden kann. Anschließend kann der Stoff eliminiert, also ausgeschieden werden (3). Durch die Aktivierung der Phase-II-Enzyme kann Sulforaphan also die schnellere Ausscheidung von Fremdstoffen im Körper, also die Entgiftung (engl. Detox), unterstützen, wodurch sich die antioxidative, antientzündliche sowie zellschützende Wirkungen ableiten lassen (4, 5).

     

    Unterstützung der Entgiftung mit BroccoRaphanin®

    In vielen Studien wurde bereits die Unterstützung des Entgiftungsprozesses im  und somit die tumorhemmende, antioxidative und antiinflammatorische Wirkung durch Sulforaphan bewiesen. Deshalb nutzen wir für unser Nahrungsergänzungsmittel DetoxAgil BroccoRaphanin®, ein einzigartiger Extrakt aus Brokkolisamen. Mit BroccoRaphanin® können wir die körpereigene Entgiftung optimal unterstützen, da es einen natürlich hohen Gehalt von mindestens 10% Glucoraphanin enthält, die Vorstufe von Sulforaphan. Durch das patentierte, schonende Herstellungsverfahren werden außerdem diese wertvollen Inhaltsstoffe besonders geschützt (6).

     

    Welche AgilNature Produkte enthalten Brokkoli? 

    Produkt 

    Menge 

    NRV* 

    DetoxAgil 

    6x 50mg pro Kapsel (300 mg Tagesration) 

    ** 

     

    *Nutrient Reference Value = Prozentsatz des Referenzwertes nach Anlage XIII der Lebensmittelinformationsverordnung VO (EG) Nr. 1169/2011. 

    ** Keine Empfehlung vorhanden. 

     

     Literatur:

    1. Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (Hg.) (2020): Blumenkohl, Brokkoli. Produktinformation. 
    2. Herr, Ingrid (2014): Die Kreuzblütler auf dem Kreuzzug gegen Krebs. In: Passion Chirurgie (Juni, 4 (06)). 
    3. Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (Hg.) (2020): Blumenkohl, Brokkoli. Produktinformation. 
    4. Biesalski, Hans-Konrad; Bischoff, Stephan C.; Pirlich, Matthias; Weimann, Arved (Hg.) (2018): Ernährungsmedizin. Nach dem Curriculum Ernährungsmedizin der Bundesärztekammer. Unter Mitarbeit von Michael Adolph, Jann Arends, Ulrike Arens-Azevêdo und Christine von Arnim. 5., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Stuttgart: Georg Thieme Verlag. 
    5. Hensel, Andreas; Lechtenberg, Matthias (2020): Nahrungsergänzungsmittel auf Brokkolibasis – wie sieht die Qualitätssituation aus? In: Zeitschrift für Phytotherapie 41 (03), S. 113–122. 
    6. Juge, N.; Mithen, R. F.; Traka, M. (2007): Molecular basis for chemoprevention by sulforaphane: a comprehensive review. In: Cellular and Molecular Life Sciences 64 (9), S. 1105–1127. DOI: 10.1007/s00018-007-6484-5. 
    7. IFF Health (2022): Innovative Broccoli Raffinate. In: IFF Health. https://iff-health.com/portfolio/brocco-raphanin/ (abgerufen am 04.02.2022) 
  • Agil Nature

    Bambus

     

    Herkunft und Geschichte von Bambus

    Bambus ist eine Grasart und ist die wohl am schnellsten wachsende Pflanze der Welt. Ein Wachstum von 10cm pro Tag ist üblich, manche Arten wachsen sogar bis zu 5cm pro Stunde. Das Wunderrohr wächst nicht nur schnell, sondern es ist auch extrem dehnbar und äußerst stabil und dabei leicht wie eine Feder. Dank dieser hohen Biegefestigkeit ist es in China bereits seit Jahrtausenden als Baumaterial beliebt. In China gibt es Bambusbrücken, die schon seit 1000 Jahren Flüsse überspannen. Bambushäuser gelten aufgrund ihrer hohen Biegsamkeit und Elastizität sogar als erdbebensicher.

    Die kräftigenden Eigenschaften von Bambus nutzt der Mensch auch für seine Gesundheit. Schon vor tausend Jahren stellten Mönche aus Bambus (Bambusa arundinacea) eine siliciumreiche Substanz namens Tabashir her, die noch heute in der östlichen Medizin als traditionelles Heilmittel Anwendung findet.

     

    Bambus - natürliches Silicium 

    Silicium ist ein wichtiges Spurenelement, vom dem im menschlichen Körper etwa 1 bis 2g enthalten sind. 

    In der Natur ist Silicium nie in reiner Form zu finden, sondern immer in Verbindung mit Sauerstoff als Siliciumdioxid. In Verbindung mit Wasser nennt man es Kieselsäure. Bambus ist eine der besten Quellen für natürliches Siliciumdioxid. Er ist ein richtiger Silicium-Akkumulator, denn er braucht Silicium für seine extreme Festigkeit und Biegsamkeit.  

    Durch Ausscheidungen, Hautabschilferungen sowie das Schneiden der Haare und Nägel verliert unser Körper täglich ca.10-40mg Silicium. Im Alter verringert sich die Fähigkeit des Körpers Silicium aufzunehmen. Deshalb nimmt der Siliciumgehalt in den Geweben mit zunehmendem Alter immer weiter ab. Eine entsprechende Nahrungsergänzung kann helfen, den Siliciumspiegel in den Geweben wieder zu normalisieren. 

     

    Welche Lebensmittel enthalten viel Silicium? 

    Der menschliche Körper benötigt Silicium, um die Struktur und Festigkeit von Bindegewebe, Knochen und Haut aufrechtzuerhalten. Verschiedene Lebensmittel bieten eine natürliche Quelle dieses Elements. Vollkorngetreide wie Haferflocken, Gerste, Hirse und brauner Reis sind reich an Silicium und bieten nicht nur Nährstoffe, sondern könnten auch zur Förderung der Knochengesundheit beitragen. Hülsenfrüchte wie Linsen, Kichererbsen und Bohnen sind weitere wertvolle Quellen, die eine ausgewogene Ernährung unterstützen. Grünes Gemüse wie grüne Bohnen, Spinat und Radieschen sowie Obst wie Bananen und Orangen liefern ebenfalls Silicium. Nüsse und Samen wie Mandeln, Sonnenblumenkerne und Leinsamen sind nicht nur energiereiche Snacks, sondern enthalten auch beachtliche Mengen an Silicium. 

     

    Was ist das Einzigartige an Bambusextrakt? 

    Bambusextrakt zeichnet sich durch seine hohe Konzentration an Siliciumdioxid aus, einer Form von Silicium, die besonders gut für den menschlichen Körper bioverfügbar ist. Diese Bioverfügbarkeit ist von großer Bedeutung, da sie sicherstellt, dass der Körper das aufgenommene Silicium effizient nutzen kann. Neben Silicium enthält Bambusextrakt auch eine Palette von bioaktiven Verbindungen wie Flavonoide und Antioxidantien, die in Kombination mit Silicium synergistische Gesundheitsvorteile bieten könnten. 

     

    Gesundheitliche Effekte von Bambusextrakt: 

    Unterstützung der Hautgesundheit: Silicium ist ein Schlüsselkomponente von Kollagen, einem Proteingrundbaustein der Haut. Eine ausreichende Siliciumzufuhr könnte dazu beitragen, die Elastizität und Straffheit der Haut zu unterstützen und die natürliche Regeneration zu fördern. 

    Förderung starker Knochen: Silicium spielt eine wichtige Rolle bei der Knochenmineralisierung und -bildung. Bambusextrakt könnte dazu beitragen, die Knochengesundheit zu erhalten und das Risiko von Knochenkrankheiten wie Osteoporose zu reduzieren. 

    Gelenk- und Bindegewebsunterstützung: Die Rolle von Silicium in der Produktion von Glykosaminoglykanen könnte zur Unterstützung der Gelenkgesundheit und des Bindegewebes beitragen, indem es die Struktur und Funktion dieser Gewebe unterstützt. 

    Allgemeine Wohlbefinden: Durch die mögliche Förderung der Kollagenproduktion könnte Bambusextrakt auch zur Verbesserung der Wundheilung, zur Reduzierung von Falten und zur Förderung einer gesunden Hautstruktur beitragen. 

     

     

    Dein täglicher Bedarf an Silicium 


    Bisher gibt es keine offizielle Empfehlung für den täglichen Bedarf an Silicium. Als Nahrungsergänzung ist eine Aufnahme von 10-20mg Silicium pro Tag zu empfehlen. Das natürliche Silicium aus Bambus ist besonders gut verträglich und kann vom Körper gut aufgenommen werden. 

     

    Welche AgilNature Produkte enthalten Bambus? 

    Produkt 

    Menge 

    NRV* 

    HerbalAgil Tee 

    XXX 

     

    Calcium+K2Agil 

    57 mg Bambus  
    davon 20 mg Silicium 

    ** 

     

    Außerdem enthalten in HerbalAgil Tee. 

    *Nutrient Reference Value = Prozentsatz des Referenzwertes nach Anlage XIII der Lebensmittelinformationsverordnung VO (EG) Nr. 1169/2011. 

    ** Keine Empfehlung vorhanden. 

     

     

     

    Literatur: 

    1. Holzer G, Holzer LA (2011): Silizium und seine Bedeutung für den Knochenstoffwechsel. Schweizer Zeitschrift für Ernährungsmedizin 1/11: 34-37. 
    2. Holzer G, Holzer LA (2008): Silizium in der Therapie der Osteoporose. J Miner Stoffwechs. 2008; 15 
    3. Panee, Jun. “Potential Medicinal Application and Toxicity Evaluation of Extracts from Bamboo Plants.” Journal of medicinal plant research vol. 9,23 (2015): 681-692. doi:10.5897/jmpr2014.5657 
    4. Nuzul MI, Jong VYM, Koo LF, Chan TH, Ang CH, Idris J, Husen R, Wong SW. Effects of Extraction Methods on Phenolic Content in the Young Bamboo Culm Extracts of Bambusa beecheyana Munro. Molecules. 2022 Apr 6;27(7):2359. doi: 10.3390/molecules27072359. PMID: 35408756; PMCID: PMC9000241. 
    5. Ghanbarinasab, Zahra et al. “Topical Bambusa vulgaris Extract Enhances Wound Healing in Cutaneous Leishmaniasis.” Journal of pathogens vol. 2021 7860474. 11 Feb. 2021, doi:10.1155/2021/7860474 
    6. Araújo LA, Addor F, Campos PM. Use of silicon for skin and hair care: an approach of chemical forms available and efficacy. An Bras Dermatol. 2016 May-Jun;91(3):331-5. doi: 10.1590/abd1806-4841.20163986. PMID: 27438201; PMCID: PMC4938278. 
    7. Tundis, Rosa et al. “Anti-Inflammatory and Antioxidant Effects of Leaves and Sheath from Bamboo (Phyllostacys edulis J. Houz).” Antioxidants (Basel, Switzerland) vol. 12,6 1239. 8 Jun. 2023, doi:10.3390/antiox12061239 
    8. Rondanelli, Mariangela et al. “Silicon: A neglected micronutrient essential for bone health.” Experimental biology and medicine (Maywood, N.J.) vol. 246,13 (2021): 1500-1511. doi:10.1177/1535370221997072 
    9. Horecka, Anna et al. “Simvastatin Effect on Calcium and Silicon Plasma Levels in Postmenopausal Women with Osteoarthritis.” Biological trace element research vol. 171,1 (2016): 1-5. doi:10.1007/s12011-016-0635-1